Einladung nach Washington: Trump will sich mit Palästinenser-Präsident Abbas treffen

Einladung nach Washington: Trump will sich mit Palästinenser-Präsident Abbas treffen

, aktualisiert 10. März 2017, 20:40 Uhr
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Nach einem Telefonat am Freitag lud Donald Trump den Palästinenser-Präsidenten Mahmud Abbas nach Washington ein.

Quelle:Handelsblatt Online

US-Präsident Donald Trump hat den Palästinenser-Präsidenten Mahmud Abbas ins Weiße Haus eingeladen. Seit dem Regierungswechsel fürchten Palästinenser, dass sich die USA im Nahost-Konflikt auf die Seite Israels stellen.

JerusalemUS-Präsident Donald Trump hat Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas nach Washington eingeladen. Der Besuch im Weißen Haus sei „sehr bald“ vorgesehen, sagte ein Abbas-Sprecher nach einem Telefonat der beiden Politiker am Freitag. Das Gespräch war der erste Kontakt mit Abbas seit Trumps Amtseinführung am 20. Januar. Seit dem Regierungswechsel fürchten Palästinenser, dass sich die USA im Nahost-Konflikt stärker auf die Seite ihres Verbündeten Israel stellen, als es unter Trumps Vorgänger Barack Obama der Fall war. Mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu hat Trump als Präsident schon zwei Mal telefoniert, zudem war Netanjahu bereits in Washington zu Gast.

Über den Inhalt des Telefongesprächs von Trump und Abbas wurde zunächst nichts bekannt. Im Vorfeld war erwartet worden, dass Abbas Kritik am israelischen Siedlungsbau im besetzten Westjordanland sowie in Ost-Jerusalem üben würde. Diese Gebiete beanspruchen die Palästinenser als Teil eines eigenen Staates für sich. Die sogenannte Zwei-Staaten-Lösung dürfte auch ein Anliegen Abbas' im Gespräch mit Trump gewesen sein.

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Dieses Szenario zur Beilegung des Konflikts war die vergangenen zwei Jahrzehnte ein Grundpfeiler der US-Nahost-Politik. Trump hat sich dazu aber nicht eindeutig geäußert und zunächst auch nachsichtig gegenüber dem jüngst noch beschleunigten Siedlungsbau Israels gezeigt. Inzwischen hat sich Trump vorsichtiger geäußert, und auch im Wahlkampf formulierte Forderungen nach einer symbolträchtigen Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem wurden zuletzt nicht mehr so vehement vorgetragen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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