Einreise in die USA: Die wichtigsten Visa für US-Reisen

Einreise in die USA: Die wichtigsten Visa für US-Reisen

, aktualisiert 08. August 2017, 11:40 Uhr
Bild vergrößern

Für die Einreise in die USA müssen auch deutsche Staatsangehörige einiges beachten.

von Stefan Hajek

Donald Trump krempelt die Einwanderungspolitik der USA um. Sie planen eine US-Geschäftsreise, ein Aufbaustudium in den USA oder einen Verwandtenbesuch? Das müssen Sie über die wichtigsten Visaarten wissen.

Gleich vorneweg: Sämtliche Visa sind nur eine nötige Vorstufe für die Einreise in die USA. Ein Visum, egal welches, stellt keinen Rechtsanspruch auf die Einreise dar. Letztlich entscheidet allein der Beamte am US-Zielflughafen über die Einreisegenehmigung. Er oder sie hat dabei beängstigend weitreichende Ermessensspielräume, er stempelt auch die maximal erlaubte Aufenthaltsdauer in den Pass. Der Reise-Pass muss vor Antritt der Reise noch mindestens sechs Monate gültig sein – also rechtzeitig um eine Verlängerung zu Hause kümmern.

Machen Sie auf keinen Fall unwahre Angaben beim Visa-Antrag. Wer sich bei der Einreise auf Rückfragen (und die kommen häufig...) in Widersprüche verwickelt, kann arge Probleme bekommen. Ein paar lapidare Standardfragen wie die nach der geplanten Dauer, dem Zielort und dem Zweck der Reise sind normal und kein Grund zur Besorgnis.

Anzeige

Wer zu einer zweiten Interviewrunde in einen anderen Raum gebeten wird, hat dabei irgendeinen Anlass zur Skepsis geboten und kann sich schon mal auf mehrere Stunden und anstrengende Kreuzverhöre am Flughafen einstellen. Dringende Termin-Anliegen wie Meetings interessieren die Beamten dann herzlich wenig.

Wir sind alle potenzielle Migranten

Hintergrund ist, dass das US-Gesetz zunächst jeden, der ein Visum beantragt, als potenziellen Einwanderer betrachtet. Die Beweislast, dass Sie das nicht sind und nach Erledigung Ihres Anliegens wieder abreisen möchten, liegt also im Prinzip bei Ihnen. Dazu gehört bei fast allen Visa, dass Sie hinreichende finanzielle Mittel nachweisen können müssen, um ihren Lebensunterhalt während des US-Aufenthaltes zu bestreiten – also etwa ein Gehalt, das weiter von Deutschland aus bezahlt wird, oder liquides Vermögen. Bei komplexeren, länger laufenden Visa sind zudem Eheverträge, Immobilienbesitz im Heimatland und familiäre sowie berufliche Bindungen nach dort hilfreich.

Einwanderungspolitik Chicago klagt gegen Trumps Regierung

Die Stadt Chicago hat Klage gegen die Einwanderungspolitik der amerikanischen Regierung eingereicht. Diese sieht vor, dass einwanderungsfreundlichen Städten wie Chicago bestimmte Zuschüsse entzogen werden.

Die Skyline von Chicago Quelle: dapd

Aber keine Sorge; wenn alles in Ordnung ist, werden die allermeisten Visaanträge genehmigt – noch, denn wer weiß schon, was der neue US-Präsident Donald Trump und sein Beraterstab noch alles ändern?

Bitte keine Behörden-Prokrastination!

Bei allen Visa, außer ESTA, ist ein persönliches Vorsprechen bei einem der US-Konsulate in Frankfurt, München oder Berlin nötig. Informieren Sie sich bitte im Vorfeld genau, welche Unterlagen Sie dazu mitbringen müssen; oft ist vor dem Besuch das Ausfüllen ausführlicher Online-Fragebögen nötig. Erst wenn das erledigt ist, bekommt man einen Termin bei der Botschaft. Auch neue Passfotos (quadratisch!) brauchen Sie. Es gibt zwar Visa-Expressverfahren, die sind aber für dringende Ausnahmefälle reserviert, etwa eine medizinische Behandlung. Wenn Sie ihre Reise länger planen, warten sie mit dem Visa-Antrag keineswegs zu lange. Drei Wochen vor dem Start sollten sie spätestens mit den Onlinefragebögen beginnen, damit Sie rechtzeitig einen Botschaftstermin bekommen.

Auf den folgenden Seiten finden Sie die wichtigsten US-Visa im Überblick.

Anzeige
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%