Elfenbeinküste: UN-Sicherheitsrat beschließt Ende von Friedensmission

Elfenbeinküste: UN-Sicherheitsrat beschließt Ende von Friedensmission

, aktualisiert 28. April 2016, 22:27 Uhr
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Zwei Frauen schöpfen Wasser aus einen Brunnen: Der UN-Sicherheitsrat hat nach 12 Jahren das Ende der Friedensmission in der Elfenbeinküste beschlossen.

Quelle:Handelsblatt Online

7000 Soldaten, Polizisten, Beobachter und andere Mitarbeiter sollen ihren Einsatz in der Elfenbeinküste bis Mitte 2017 beenden: Das hat der UN-Sicherheitsrat entschieden - zwölf Jahre nach Entsendung der ersten Truppen.

New YorkZwölf Jahre nach Entsendung der ersten UN-Truppen in die damals von einem Bürgerkrieg geplagte Elfenbeinküste leiten die Vereinten Nationen das Ende der Friedensmission ein. Die derzeit fast 7000 Soldaten, Polizisten, Beobachter und andere Mitarbeiter sollen ihren Einsatz bis Ende Juni 2017 beenden, wie der UN-Sicherheitsrat am Donnerstag einstimmig entschied. Zugleich sollen die Ende 2004 verhängten Sanktionen aufgehoben werden - darunter ein Waffenembargo, Reisebeschränkungen und eingefrorenes Vermögen.

Frankreichs UN-Botschafter François Delattre sprach von dem „beeindruckenden Weg, den die Elfenbeinküste auf dem Weg zu Frieden, Versöhnung und Sicherheit zurückgelegt hat“. Paris hatte sich lange für ein Ende der Gewalt in dem von tiefen politischen Krisen geschüttelten Land in Westafrika eingesetzt. Der ivorische UN-Botschafter Claude Stanislas Bouah-Kamon sagte, dass sein Land nun die verbleibende Probleme anpacken wolle.

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Die Elfenbeinküste war einst der wohlhabendste Staat Westafrikas. Millionen Zuwanderer aus Nachbarländern wie Burkina Faso führten zu Spannungen, bis ein Militärputsch das Land 1999 in eine schwere Krise stürzte und ein Soldatenaufstand 2002 schließlich im Bürgerkrieg eskalierte.

Nach umstrittenen Wahlen im Jahr 2010 brach erneut ein Bürgerkrieg aus, dem etwa 3000 Menschen zum Opfer gefallen sein sollen. Wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit in dieser Zeit muss sich Ex-Präsident Laurent Gbabgo vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag verantworten.

Quelle:  Handelsblatt Online
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