Kommentare zu: Was uns ein neuer Kalter Krieg kostet

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26 Kommentare
  • 27.08.2008, 10:38 UhrAnonymer Benutzer: Hägar Schmidt

    ich finde es richtig, dass wir endlich darüber reden, dass Russland nicht unser lupenrein demokratischer Freund ist. Traurig ist die bereits bestehende Abhängigkeit von dem autokratischen Russland, noch trauriger ist die Aussicht, dass diese Abhängigkeit sich noch weiter verstärken wird. Es steht außer Frage, dass Russland unsere Abhängigkeit nutzen wird, um uns in künftigen Konflikten wie in Georgien mundtot zu machen. Anstatt Russland scharf anzugreifen, musste Frau Merkel am Anfang von "in bestimmten Fällen unangemessene Reaktion" Russlands reden (wie peinlich). Wer weiss, vielleicht bekommt auch Frau Merkel (nach Schörder und Prodi, der es aber ablehnte) einen Job bei Gazprom. Es bleibt spannend.

  • 27.08.2008, 10:42 UhrAnonymer Benutzer: Zamir Zebulovic

    Konflikt hin , Konflikt her:
    Herr Gerhard Schröder, bitte übernehmen Sie und werfen Sie all
    ihr Können, ihre Erfahrung und natürlich ihre Verbindungen, ohne
    Hemmungen in die Waagschaale. im voraus, herzlichen Dank
    für ihre bemühungen.
    Hochachtungsvoll Zamir Zebulovic

  • 27.08.2008, 11:11 UhrAnonymer Benutzer: Suboptimal

    Russland zieht brutal in den Krieg, zerstört einen großen Anteil der Wirtschaft eines autonomen Staates und Demonstrationen hiergegen in Deutschland: Nein.
    Demonstriet wird in Deutschland bekanntlich nur, wenn die USA ein Land und dessen Menschen von einer mordenden Diktatur befreien.

    Wer befreit uns nun von der Energiediktatur der Russen?

    Welcher Dilettant kann hier nach dem SPD-Politiker Gerhard Schröder rufen der in Deutschland ein politisches Chaos hinterließ und darüber hinaus selbstsüchtig wie eh und je auf der Gehaltsliste der Russen steht?

    Die Politik ist aufgefordert die Menschen vor den Unberechenbarkeiten der Russen zu schützen und Anreize zu schaffen technologisch viel schneller von russischer Energie unabhängig zu werden.

  • 27.08.2008, 11:22 UhrAnonymer Benutzer: Dietmar aus Kiew

    Es ist wichtig, dass die Emanzipation Deutschlands von Amerika und ein pragmatischer Kurs Richtung Russland ala Schroeder fortgesetzt wird. immer dieses Gerede der territorialen integritaet Georgiens. Russland hat angemessen auf die Agression Georgiens reagiert. Die Nabucco Pipeline ist den Russen doch sekundaer. Wenn man die Argumentation von Frau Merkel und Herrn Sarkozy verfolgt, erkennt man das interesse eines kalten Krieges eher bei der NATO und EU. Schade...

  • 27.08.2008, 12:28 UhrAnonymer Benutzer: Ralf

    Deutsche Gutmenschen beschränken ihre moralische Empörung traditionell auf tatsächliche bzw. vermeintliche Untaten der "imperialistischen Großmacht" USA. Ansonsten wird - wie die unsägliche Maischberger-Sendung ganz aktuell gezeigt hat - relativiert, beschönigt und manipuliert. Was Eppler und Scholl-Latour hier an ideologischer Einseitigkeit, Geschichtsklitterung und Wunschdenken abgesondert haben, setzt neue Maßstäbe auf der nach unten offenen Agitations-Skala im deutschen TV.

  • 27.08.2008, 12:31 UhrAnonymer Benutzer: Sven

    Unsere Politiker müssen endlich verstehen, dass die doppelte Moral in der Politik keine Zukunft mehr hat. Zu dem Krieg muss man auch fair sagen, dass Georgien-Russland Krieg wurde durch Georgien verursacht. Des Weiteren wäre dieser Krieg unmöglich gewesen, wenn Europeer und Amerikaner Kosovo nicht anerkannt hätten. Warum haben Kosovo-Albaner das Recht auf eigene Staat und Abchasen und Ossetienen nicht? Das soll mir eine erklären.

  • 27.08.2008, 12:44 UhrAnonymer Benutzer: Claus S.

    Nach dem Zerfall der Sowjetunion und des gesamten Ostblocks haben uns Politiker und Medien einzureden versucht, jetzt breche ein Zeitalter des ewigen Friedens in Europa an. Diese irreale Politik hatte und hat konkrete und z.T. äußerst problematische Konsequenzen z.b. bei Abrüstung und Energieversorgung. Strategisch steht Deutschland (aus Sicht der russischen Regierung) heute schwächer da denn je zuvor. Die Neuausrichtung der bundeswehr auf internationale Kommandoeinsätze hat dazu geführt, daß wir bei einer militärischen bedrohung aus dem Osten nicht mehr verteidigungsfähig wären. Hinzu kommt die mittlerweile weitreichende Abhängigkeit von Russlands Energielieferung. De facto ist Deutschland schon heute weitgehend erpressbar. Diese fatale Gemengelage, auf deren Entstehen fachkundige Warner schon vor 10 Jahren hingewiesen haben, wird die Lage und Entwicklung Deutschlands in den nächsten Jahren zentral und schicksalhaft belasten.

  • 27.08.2008, 13:23 UhrAnonymer Benutzer: Waldemar

    Es ist einfach zum kotzen, dass die West-Politiker sich um Georgien sorgen machen, obwohl deren Präsident den Krieg ausgelöst hat. Warum hat man dies vergessen? Sprechen die Politiker aus der EU und vor alem aus Deutschland mit USA Worten? Haben wir keine eigene Meinung. Amerika darf alles machen und wenn Russland sich für 2 kleine Ländchen einsetzt und diese sogar unabhängig erklährt (ohne des Westens) dann ist das Völkerrechtwiedrig. Die Länder wollen doch nichts mit Georgien zu tun haben und wollen unabhängig sein. Dies begrüssen sie sogar sehr gerne. Merkel und Co. sollen mal ganz gut überlegen und es lassen gegen Russland zu spielen, sondern klar stellen, was war und was ist. Sicher ist Russland kein 100% sicherer Partner, aber die USA ist es noch weniger. Jeder verfolgt nur seine interessen. Und das jetzt noch Georgien in die EU und NATO reinkommen soll, das ist "super"! Der, der den Krieg angefangen hat, wird noch belohnt. Wo ist die Logik? Das ist Politik!!!

  • 27.08.2008, 14:44 UhrAnonymer Benutzer: thorsten

    ,,wie du mir so ich dir,, duerfte sich die moskauer riege gedacht haben.wenn usa hoerige west staaten meinen sie muesten ein kosovo anerkennen,das dem russland treuen freundesstaat serbien(panslavismus)gehoert,darf sich der westen nicht wundern ueber die anerkennung eigener staats interessen.
    der ami ist der groesste verbrecher,lebt nur auf kosten anderer......

  • 27.08.2008, 15:16 UhrAnonymer Benutzer: schwarze Feder

    Kanzlerstaat und Kanzlermacht scheinen ein deutsches Problem zu sein. Erst hat Schröder-Deutschland bush die Hörner gestutzt und sich Putin angebiedert. Dann kommt Merkel-Deutschland und versucht sich an Putins Hörnern und biedert sich zugleich wieder dem bush-Land an bzw. vielleicht ist dieses neue Merkel-Deutschland auch das Sprachrohr von/für bush. Wer weiß?! Sicher aber ist solch sprunghafter Aktionismus in der Politik schädlich für die Glaubwürdigkeit Deutschlands. Keiner im Ausland kann sicher sein wer als nächstes dran ist und somit verbaut sich Deutschland die Zukunft als ernst zunehmender politischer Faktor. Einen größeren Fokus auf die interessen der eigenen bevölkerung zu legen wäre dringend angesagt, statt deutschem Militärtourismus in jede Krisenregion der Welt und große Sprüche klopfende Politiker. Wunschträume einiger Politiker die Aufnahme in den ständigen UN-Sicherheitsrat betreffend die derartige Aktionen aus deren Sicht notwendig zu machen scheint sind schlicht albern. Ersten gibt es sehr viele Staaten die genau das nicht wollen, auch wenn sie anders reden. Zweitens wozu das Ganze? Wir erleben doch gerade alle ein weiteres Mal das komplette Versagen aller internationalen Vereinigungen. Gleich ob Nato oder UN oder EU alle sind letztlich macht- und kraftlose Papiertiger die nur einen Haufen Geld verschlingen. Die Russen haben das längst verstanden und führen die zahnlosen Tiger gerade der Weltöffentlichkeit vor. Letztlich wird nur helfen die deutsche Wirtschaft vom Ausland unabhängiger zu machen, die bundeswehr signifikant zu stärken und weniger große Sprüche zu klopfen. Das ist das einzige realistische Rezept wie man in der Welt ernst genommen wird und den, wenn evtl. auch nur eigenen, Frieden sichert. Aber ich möchte wetten, dass dies im Merkel-Deutschland nicht passieren wird, da freut sich lieber ein Finanzminister öffentlich über momentan sprudelnde Steuereinnahmen, egal was es langfristig kostet.

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