In den Agenturen-Dschungel soll nun eine Schneise geschlagen werden. Anfang des Jahres gründete sich – ebenfalls auf deutsche Initiative – die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien, kurz Irena, in Bonn. Dorthin kommt jedoch nur das Innovations- und Technologiezentrum, Hauptsitz der Agentur wird Abu Dhabi sein. Das Emirat warb damit, das Büro in einer ökologischen Musterstadt entstehen zu lassen. In Masdar City, 30 Kilometer von Abu Dhabi entfernt, sollen 50.000 Einwohner Platz finden, die ausschließlich mit erneuerbarer Energie versorgt werden, keinen Restmüll hinterlassen und vollständig auf oberirdischen Autoverkehr verzichten.
Schwierige Zusammenarbeit
So weit, so ökologisch vorbildlich. Doch Irena wird anfangs nicht unter dem Dach der Vereinten Nationen arbeiten. Sie soll ein Gegengewicht sein zur Internationalen Atomenergie-Behörde (IAEA) in Wien und zur Internationalen Energie-Agentur (IEA) in Paris. Die weltweit erste Energieagentur entstand 1973 nach dem Ölpreisschock und kümmert sich Kritikern zufolge auch heute noch hauptsächlich ums schwarze Gold. Auch dort gibt es zwar inzwischen eine Abteilung für erneuerbare Energien – doch die Kernkompetenz liegt künftig nicht mehr in Paris, sondern in Abu Dhabi. Carsten Rolle vom World Energy Council (Wec) befürchtet, dass etablierte Organisationen wie die IEA an Einfluss verlieren und der Fokus zu sehr auf erneuerbare Energien gelegt wird.
Der Weg zu mehr Energieeffizienz scheint mit Ineffizienz gepflastert zu sein. „Ich sehe keine sinnvolle Zusammenarbeit“, sagt Marcel Vietor, Energieexperte der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP). „Das ist keine vernünftige Energiepolitik – sondern eine Inflation der Institutionen.“














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Alle Kommentare lesen06.08.2009, 11:54 UhrAnonymer Benutzer: KannSOsein
na hauptsache alle agenturen produzieren auch ausreichend studien, so dass es dem LAiEN nie langweilig wird..