Entwicklungshilfe: 90 Milliarden Euro für die Welt

Entwicklungshilfe: 90 Milliarden Euro für die Welt

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Hungerkatastrophe in Somalia, Menschen in einer Schlange einer Essensausgabe

Die Lage am Horn von Afrika wird immer brenzliger. Die Luftbrücke der UNO steht mittlerweile, bleibt aber wackelig. Deutschland hat seine Hilfe bereits auf 30 Millionen Euro aufgestockt. Die führenden Wirtschaftsnationen zahlen gemeinsam rund 90 Milliarden für die Welt.

Die Situation in Ostafrika wird immer ernster, täglich sterben Menschen – vor allem Kinder – an Hunger. Am Montag fand in Rom ein Treffen der Uno-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft statt, auf dem die Verteilung von rund 100 Tonnen Lebensmitteln geplant wurde. Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) sagte im Vorfeld der Konferenz, dass man neben den kurzfristigen Maßnahmen zur Linderung der Not nicht die Unterstützung der Landwirtschaft in den betroffenen Ländern vernachlässigen dürfe. "Wir haben große mehrjährige Programme für die Landwirtschaft in der Region begonnen. Es wäre hilfreich, wenn die heutige FAO-Konferenz dazu beitragen kann, hier weitere Geberleistungen zu mobilisieren."

14 Tonnen für vier Millionen Menschen

Mittwoch startete der erste Flieger von Nairobi aus in die somalische Hauptstadt Mogadishu. An Board die kurzfristige Hilfe: 14 Tonnen Lebensmittel - für fast vier Millionen Menschen, die in Ostafrika von der Hungerkatastrophe betroffen sind. Zehn Tonnen davon waren speziell mit Nährstoffen angereicherte Nahrung für die besonders von der Katastrophe betroffenen Kinder. 5.000 Kinder könne man damit rund einen Monat ernähren, hieß es seitens der UNO. Demgegenüber stehen 2,3 Millionen akut unterernährte Kinder. Insgesamt sollen rund 100 Tonnen Nahrung nach Äthiopien und Somalia geflogen werden. Wenn sich der kenianische Zoll nicht wieder quer stellt. Mehr ist nicht drin, für mehr reicht das Geld nicht.

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Die Länder des OECD-Entwicklungsausschusses DAC, zu dem auch die führenden sieben Wirtschaftsnationen gehören, haben 2010 zwar rund 129 Milliarden Dollar für die Entwicklungshilfe gezahlt. Das war so viel wie nie zuvor. Im von Dürre geplagten Ostafrika landete jedoch nur gut eine Milliarde Dollar. Laut den Vereinten Nationen benötigt die Region 2011 weitere 1,6 Milliarden.

Deutschland ist drittgrößter Entwicklungshelfer

Deutschland gehört neben den USA, Großbritannien, Frankreich und Japan zu den größten Gebern sogenannter öffentlicher Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA). Das Geld der führenden Wirtschaftsnationen fließt jedoch nicht nur nach Ostafrika: Insgesamt 152 Entwicklungsländer und –gebiete umfasste die DAC-Liste des Jahres 2010 – auf diese verteilt sich das Geld der Geberländer.

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