Erdbeben im Hindukusch: Hilfe für Erdbebenopfer gestaltet sich schwierig

Erdbeben im Hindukusch: Hilfe für Erdbebenopfer gestaltet sich schwierig

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Bei dem schweren Erdbeben im Hindukusch sind mindestens 300 Menschen ums Leben gekommen.

Im Norden Afghanistans bebt die Erde und lässt Häuser in Kabul, Islamabad und Neu Delhi erzittern. Bei dem schweren Beben sind mindestens 300 Menschen ums Leben gekommen. Helfer kommen nur schwer zu den Opfern durch.

Nach dem schweren Erdbeben in Südasien mit mehr als 270 Toten forcieren die Behörden in Afghanistan und Pakistan die Notfall- und Rettungsmaßnahmen. Das abgelegene und verarmte Unglücksgebiet hätten zivile und militärische Einsatzkräfte erreicht, um den Opfern beizustehen, sagte ein pakistanischer Regierungsbeamter.

In Afghanistan, in dessen Norden sich das Epizentrum befand, wurden mindestens 33 Tote und 200 Verletzte registriert, doch weit mehr Opfer beklagte der Nachbar Pakistan: Die Behörden zählten mindestens 237 Tote und mehr als 1500 Verletzte. Auch im indischen Teil der Region Kaschmir gab es zwei Tote. Die Behörden rechnen mit weiteren Todesopfern. Die US-Erdbebenwarte gab die Stärke des Bebens mit 7,5 an. Das Epizentrum lag demnach in der nordafghanischen Provinz Badachschan im Hindukuschgebirge in einer Tiefe von 213 Kilometern und 73 Kilometer südlich der Provinzhauptstadt Fajsabad.

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Afghanistans Regierungsgeschäftsführer Abdullah Abdullah teilte mit, das Beben sei das stärkste seit Jahrzehnten. Das genaue Ausmaß der Katastrophe sei noch nicht abzuschätzen, da in großen Teilen des Landes die Telefonleitungen unterbrochen seien. Abdullah warnte vor Nachbeben.

In der afghanischen Provinz Tachar wurden zwölf Schulmädchen in einer Massenpanik zu Tode getrampelt. Sie hatten versucht, sich aus ihrem Schulgebäude in Sicherheit zu bringen, wie die Provinzregierung mitteilte. 42 weitere Schülerinnen wurden in ein Krankenhaus der Provinzhauptstadt Talukan gebracht. In Kabul verursachte das Erdbeben Stromausfälle.

Vor allem der Nordwesten Pakistans bekam die Naturkatastrophe zu spüren, darunter die Provinz Khyber Pakhtunkhwa. In der Gegend seien fast 2000 Häuser durch das Beben zerstört worden, sagte der Beamte Amir Afaq am Dienstag. In die Gegend würden Zelte, Medizin und andere Versorgungsgüter gebracht. Armeesprecher Asil Saleem Bajwa teilte mit, vor Ort seien zudem Soldaten und Militärärzte.

Auch in der an Afghanistan grenzenden Stammesregion Bajur gab es viele Opfer. Viele Menschen wurden beim Einsturz von Häusern getötet oder verletzt, wie Behörden mitteilten.

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Die USA boten ihre in ganz Afghanistan zerstreuten Notunterkünfte und Versorgungsgüter zur Nutzung für Opfer an. Washington habe bereits mit Verantwortlichen in Afghanistan und Pakistan Kontakt aufgenommen und sei zu weiterer Unterstützung bereit, sagte US-Regierungssprecher Josh Earnest.

Die Erschütterungen waren auch in Neu Delhi und Islamabad zu spüren. In der pakistanischen Hauptstadt schwankten Bürogebäude. Angestellte rannten in Panik auf die Straßen. In Srinagar, der größten Stadt im indischen Teil von Kaschmir, bebte die Erde mindestens 40 Sekunden lang, wie Einwohner berichteten. Über Schäden oder Opfer war von dort zunächst nichts bekannt. Auch aus der ostpakistanischen Provinz Punjab berichteten Bewohner von Panik.

Der indische Ministerpräsident Narendra Modi kontaktierte seinen pakistanischen Kollegen Nawaz Sharif und bot Hilfe an, wie pakistanische Staatsmedien berichteten. Der pakistanische Informationsminister Pervez Rashid sagte jedoch, man könne Rettungs- und Aufräumarbeiten selbst bewältigen.

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