Erna Solberg: Norwegens Ministerpräsidentin fürchtet „sehr harten“ Brexit

Erna Solberg: Norwegens Ministerpräsidentin fürchtet „sehr harten“ Brexit

, aktualisiert 05. Januar 2017, 14:41 Uhr
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„Ich hoffe, dass wir eine Lösung finden, Großbritannien als Partner bei vielen europäischen Themen zu behalten“, sagte die norwegische Ministerpräsidentin.

Quelle:Handelsblatt Online

Die norwegische Ministerpräsidentin rechnet mit einem „harten Brexit“ . Großbritannien fiele es wegen seiner langen Zugehörigkeit in der EU schwer, sich neu zu positionieren. Norwegen könne aber kein Vorbild sein.

SeeonDie norwegische Ministerpräsident Erna Solberg rechnet damit, dass Großbritannien auf einen weitgehenden Bruch mit der EU zusteuern könnte. „Ich fürchte einen sehr harten Brexit. Aber ich hoffe, dass wir eine bessere Lösung finden“, sagte Solberg in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit Reuters TV. „Ich hoffe, dass wir eine Lösung finden, Großbritannien als Partner bei vielen europäischen Themen zu behalten“, sagte Solberg am Rande der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe im Bundestag im oberbayerischen Seeon.

In den Gesprächen mit Großbritannien sei derzeit aber offenkundig, dass es der britischen Regierung nach der langen Zugehörigkeit zur EU an Erfahrung fehle, wie sie das Land außerhalb der EU positionieren solle. „Es dauert deshalb für die britische Regierung länger, die richtige Politik zu finden, weil die Erfahrung fehlt.“ Erst am Dienstag war der britische EU-Botschafter Ivan Rogers zurückgetreten und hatte der britischen Regierung schwere Vorwürfe gemacht.

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Das Nicht-EU-Land Norwegen werde wohl kein Vorbild für Großbritannien sein können, sagte Solberg. „Der Brexit war gerade eine Abstimmung gegen die vier Freiheiten der EU, die Norwegen aber akzeptiert“, sagte die Ministerpräsidentin mit Blick auf die im EU-Binnenmarkt erforderliche Freizügigkeit für Arbeitnehmer, Kapital, Dienstleistungen und Güter. Es wäre schwierig für ein großes Land wie Großbritannien, die EU zu verlassen, keine Mitbestimmungsrechte mehr zu haben, aber dennoch die vier Freiheiten akzeptieren zu müssen. "Das fällt großen Ländern wie Großbritannien schwerer als etwa Norwegen."

Quelle:  Handelsblatt Online
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