EU: Europa entdeckt den Mittelstand

EU: Europa entdeckt den Mittelstand

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Produktion eines Windkraft-Generators bei Elektro Partzsch in Döbeln (Sachsen)

Mit rund 1000 Veranstaltungen in den 27 Mitgliedstaaten unterstreicht die EU-Kommission in dieser Woche die Bedeutung des Mittelstandes.

Bisher kümmerte sich Brüssel um die Bauern und die Big Player. Beide Gruppen wurden gepampert mit vielen Milliarden Euro. Der Mittelstand dagegen beklagte sich über Europa – zu bürokratisch, wirklichkeitsfern, an den Sorgen und Wünschen der vielen Millionen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) vorbei.

Die EU-Kommission hat Besserung versprochen, und manches hat sich tatsächlich gebessert. Der deutsche Kommissar Günter Verheugen hat den so genannten Small Business Act for Europe zum Kern seiner Amtszeit gemacht. „Vorrang für kleine und mittlere Unternehmen“ soll es danach geben. Das ist ambitioniert. Denn trotz des gemeinsamen Binnenmarktes gibt es allein schon aufgrund der unterschiedlichen Sprachen und Rechtsprechungen natürliche Hürden, die für viele Handwerksbetriebe oder Dienstleister kaum überwindbar sind.

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30 Milliarden Euro Entlastung durch Bürokratieabbau

Durch einfachere Ausschreibungen und Abbau bürokratischer Hemmnisse wird den KMU sicher geholfen. Doch guter Wille wird in Brüssel leider allzu oft von einer sich selbst nährenden Eurokratie und kleinstaaterischen Egoismen minimiert.

Gemeint ist vor allem der Bürokratieabbau, und das muss auch Deutschlands Edmund Stoiber erkennen, der nach Brüssel ging, um Paragrafen, Richtlinien und Verordnungen auszukehren. Dabei könnte weniger Bürokratie die KMU um 30 Milliarden Euro entlasten, erklärte Angela Merkels Kanzleramtsminister Thomas de Maizière bei der Auftaktversammlung der Europäischen Mittelstandswoche beim Zentralverband des Deutschen Handwerks in Berlin.

Dafür braucht Brüssel aber einen ganz langen Atem.

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