EU-Grenzagentur: Frontex kritisiert Rettungseinsätze im Mittelmeer

EU-Grenzagentur: Frontex kritisiert Rettungseinsätze im Mittelmeer

, aktualisiert 27. Februar 2017, 08:47 Uhr
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Für dieses Jahr erwartet der Direktor der EU-Grenzagentur einen erneuten Anstieg der Flüchtlingszahlen aus Libyen.

Quelle:Handelsblatt Online

Durch Rettungseinsätze unmittelbar vor Libyens Küste würden vor allem die Geschäfte von Schleppern unterstützt, sagt Frontex-Direktor Fabrice Leggeri. Er plädiert dafür, solche Aktionen zu überprüfen.

BerlinDie EU-Grenzschutzagentur Frontex hat die Rettungsmaßnahmen von Hilfsorganisationen vor Libyen kritisiert. Zwar habe jeder auf See die Pflicht, Menschen in Not zu retten, sagte Frontex-Direktor Fabrice Leggeri der Zeitung „Welt“ (Montagausgabe) einem Vorabbericht zufolge. Allerdings: „Wir müssen verhindern, dass wir die Geschäfte der kriminellen Netzwerke und Schlepper in Libyen nicht noch dadurch unterstützen, dass die Migranten immer näher an der libyschen Küste von europäischen Schiffen aufgenommen werden.“ Dies führe dazu, dass Schleuser noch mehr Migranten auf seeuntüchtige Boote zwingen. Die Rettungseinsätze vor Libyen sollten daher überprüft werden.

Leggeri sagte der Zeitung, er erwarte für dieses Jahr einen erneuen Anstieg der Flüchtlingszahlen aus Libyen. Mitte Februar hatte er dagegen erklärt, die Zahl dürfte gleich bleiben.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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