EU-Verhandlungen: Große Widerstände gegen Glyphosat

EU-Verhandlungen: Große Widerstände gegen Glyphosat

, aktualisiert 06. Juni 2016, 12:07 Uhr
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Das Unkrautvernichtungsmittel steht in Verdacht, krebserregend zu sein.

Quelle:Handelsblatt Online

Das Gezerre um das Pestizid geht weiter: Die EU-Länder haben sich nicht auf eine Verlängerung der Glyphosat-Zulassung einigen können. Deutschland wollte sich bei der Abstimmung der Stimme enthalten.

BrüsselDie EU-Länder haben sich vorerst nicht auf eine Verlängerung der Zulassung des Unkrautvernichters Glyphosat in Europa geeinigt. Bei einer Abstimmung unter Vertretern der Staaten am Montag in Brüssel fehlte dafür die nötige Mehrheit, wie EU-Diplomaten bestätigten.

Damit wird eine weitere Abstimmung in einem höherrangig besetzten Gremium nötig. Falls diese wiederum ohne Ergebnis bleibt, entscheidet die EU-Kommission. Die geltende Zulassung des weit verbreiteten Pestizids läuft Ende des Monats aus.

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Deutschland hatte zuvor angekündigt, sich zu enthalten. Die Bundesregierung ist in der Frage gespalten. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Unionsparteien möchten, dass Glyphosat weiter zum Einsatz kommt. Die SPD-Minister lehnen dies bis auf Weiteres ab und verweisen auf mögliche Gesundheitsgefahren. Die Substanz steht im Verdacht, Krebs zu erregen.

Glyphosat steht im Verdacht, Krebs zu erregen. Die Substanz ist der weltweit am meisten eingesetzte Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln. In Deutschland kommt er auf rund 40 Prozent der Felder zum Einsatz.

Quelle:  Handelsblatt Online
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