Euro-Krise: Deutsch-Französischer Minimal-Konsens

Euro-Krise: Deutsch-Französischer Minimal-Konsens

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Angela Merkel und Nicolas Sarkozy

von Silke Wettach

Details des zweiten Griechenlandpakets sind noch unbekannt, doch eine umfassende Lösung der Eurokrise sind immer noch nicht zu erwarten.

Sieben Stunden haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy gestern Abend verhandelt, um heute beim Gipfel der Eurozone mit einer einheitlichen Verhandlungsposition anreisen zu können. Damit sind die Aussichten gestiegen, dass die Staats- und Regierungschefs heute konkrete Beschlüsse zum zweiten Griechenlandpaket fassen können.

Der Erwartungsdruck ist hoch. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hatte gestern davon gesprochen, dass die Lage „sehr, sehr ernst“ sei. Anleger erwarten nach anderthalb Jahren des politischen Lavierens endlich eine klare Ansage, wie sich die Gemeinschaft die Zukunft des Euro vorstellt.

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Es ist allerdings wahrscheinlich, dass sich die Staats- und Regierungschefs heute nur auf die dringlichsten Fragen einigen können. Das zweite Griechenlandpaket ist seit Beginn des Monats überfällig. Zum weiteren Vorgehen in der Euro-Krise sind die Positionen weiterhin noch weit auseinander.

Für alle akzeptabel

Am Vormittag kommen die Sherpas der Euro-Staaten zusammen, um technische Details zu besprechen, ehe die Staats- und Regierungschefs ab 13 Uhr im Brüsseler Justus-Lipsius-Gebäude aufeinander treffen. Einzelheiten aus der deutsch-französischen Absprache sind noch nicht bekannt. Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, war bei dem Treffen zugegen, EU-Ratspräsident Herman van Rompuy telefonisch zugeschaltet. Deshalb ist zu erwarten, dass die vereinbarte deutsch-französische Linie für alle Seiten akzeptabel ist. Berlin und EZB haben sich über Wochen ungewöhnlich offen über die Frage der Beteiligung der privaten Gläubiger gestritten, die für Merkel unverzichtbar ist von der EZB abgelehnt wird, weil sie große Turbulenzen an den Finanzmärkten als Konsequenz fürchtet.

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