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Euro-Krise: Rettungskonzept für Griechenland gescheitert

von Silke Wettach

Das 110 Milliarden schwere Rettungspaket für Griechenland zeigt keine Wirkung. Es ist gescheitert. Dennoch wird an einem neuen Hilfspaket gearbeitet, als sei es völlig normal, noch einmal Geld nachzuschießen.

Eine EU-Fahne weht über der Quelle: dpa
Eine EU-Fahne weht über der Akropolis in Athen. Quelle: dpa

In diesen Tagen wird offensichtlich, dass das 110 Milliarden schwere Hilfspaket für Griechenland vom vergangenen Mai weit davon entfernt ist, die erhoffte Wirkung zu entfalten. Um es brutal zu sagen: Es ist gescheitert. Doch das scheint niemanden aufzuregen oder auch nur zu überraschen. In Brüssel, den europäischen Hauptstädten und beim Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington wird an einem neuen Hilfspaket gearbeitet, als sei es völlig normal, noch einmal Geld nachzuschießen. Und es schein auch niemanden sonderlich zu entrüsten, dass die Griechen die Auflagen des ersten Pakets nicht erfüllt haben. Es regiert das Prinzip Hoffnung: Vielleicht werden sich die Griechen ja beim zweiten Mal an ihre Versprechen halten.

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Als die Hilfe im vergangenen Jahr entschieden wurde, haben die europäischen Politiker, allen voran Bundeskanzlerin Angela Merkel, betont, dass die Unterstützung an strikte Auflagen gekoppelt sei. Griechenland, so die Botschaft an die Bürger, bekommt das Geld nur, wenn es im Gegenzug seine Wirtschaft reformiert. Die Troika, bestehend aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und sollte minutiös über den Fortschritt wachen.

Troika-Bericht längst überfällig

Doch bei dieser Kontrolle, man möchte meinen ein zentrales Element des Deals, scheint etwas schief gelaufen zu sein. Die Fakten, die aus dem jüngsten Troika-Bericht bisher durchgesickert sind, deuten darauf hin, dass die griechischen Staatsfinanzen in die falsche Richtung treiben. Die Erwartungen, die dem Hilfsprogramm zugrunde lägen, lässt Finanzminister Wolfgang Schäuble durchblicken, seien „in den Zahlen so nicht erfüllt“.

Die EU-Kommission, aber auch die anderen Mitglieder wären gut beraten, den Troika-Bericht, der längst überfällig ist, so schnell wie möglich publik zu machen. Morgen vielleicht aber auch erst übermorgen wird das wahre Ausmaß der Misere vorgelegt. Man fragt sich, warum die Öffentlichkeit den Bericht nicht früher zu sehen bekommt. Die Steuerzahler haben ein Recht zu wissen, welche Kredite mit ihren Steuermitteln abgesichert werden. Und sie haben einen Anspruch darauf zu wissen, warum die Griechen neue Kredite erhalten sollen.

51 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 07.06.2011, 15:19 UhrAnonymer Benutzer: Kachelmann- I love Germany Fan-Club

    genießt es

    Poppkorn nicht vergessen--zurücklehnen--die beh hochlegen.

    im Kreml stehen die Sekt-Kisten schon kalt.

    " Der Angie wird jetzt die EU um die Ohren fliegen "

    genießt das Spectacel

    ist wie beim Fall der Mauer --nur eben invers

  • 07.06.2011, 14:56 UhrAnonymer Benutzer: Hennoch

    nachlesen in www.theintelligence.de

    EX Thyssen Chef Dieter Spethmann sieht im Euro den " Super-Gau " für Deutschland.
    Der Euro hat den Deutschen seit seiner Einführung ca. 2500 MRD EU gekostet.
    Fukuschima mit 3 Kernschmelzen wird die Japaner 400 MRD EU kosten.
    ich denke das der Diether Spethmann hier sehr realistisch ohne Scheuklappen gerechnet hat.

  • 06.06.2011, 23:28 UhrAnonymer Benutzer: Kabus

    Antieuro

    Wenn bei ihnen der kleine Mann mit brutto 2.500 € anfängt, dann sind alle anderen, die darunterliegen so klein, dass es diese für Sie anscheinend nicht der Rede wert sind. Für diese "Nichts" mit beispielsweise 1.500 € brutto geht es ganz sicher nicht um eine Cuury-Wurst.

    im übrigen glaube ich kaum, dass Sie sich zahlenmäßig mit denen beschäftigt haben, die zwar in ihren Kleinen-Maßstab mit 2.500 fallen, aber wegen entsprechender Familie ebenfalls keine Steuern zahlen. Auch denen wäre mit geringeren Sozialabgaben geholfen.

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