Der Euro wird mit jedem Tag mehr zum Verhängnis für Europa, wirtschaftlich wie politisch. Wann endlich werden...
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8 KommentareTypisch Wiwo. Die reisserische Headline suggeriert, das Spanien auf dem Schuldennniveu von Griechenland liegt. Dabei ist nur eine (!!!) Kennziffer ähnlich, nämlich das Verhältnis der Neuverschuldung zum biP. Der Rest des Artikels ist ok. Aber muss das immer mit so einer peinlichen Übertreibung einhergehen????
Das einigste positive, was die Staaten in der EU gelernt haben, ist,
wie manipuliere ich Statistiken, fälsche bilanzen und belüge die
bürger. Die reale Verschuldung in Europa im durchschnitt
Liegt bei ca. 500% des biP.
PiiGS-Staaten müssen die MwSt auf EU-konforme 25% erhöhen!
Ein Kardinalfehler bei der Konstruktion des Euro war, dass die Fiskalpolitik der einzelnen Länder nicht harmonisert werden sollte. Dabei bietet gerade die MwSt - als zeitgemäße Steuer für den internationelnen Warenaustausch - d i e Chance für eine Harmonisierung innerhalb des Euro-Raums und verschafft den Staaten berechenbare Einnahmen.
Die fiskalischen Zwänge machen weitere Schritte auf diesem Weg der Steuerharmonisierung im wahrsten Sinne des Wortes not-wendig.
Zuerst sollten die PiiGS-Staaten ihre MwSt schrittweise auf 25% erhöhen und erst dann sollten auch Frankreich und Deutschland nachziehen.
So sollte z.b. Spanien seine MwSt in drei Schritten binnen dreier Jahre von derzeit 16% auf den derzeitigen EU-Höchstsatz von 25% erhöhen.
Ungarn hat z.b. zum 01. 07. 2009 die MwSt von 20% auf 25% erhöht.
Schließlich entspräche eine Erhöhung der MwSt in den PiiGS-Staaten einer Abwertung gegenüber Deutschland. Auch Frankreich wird die Probleme in seinem Sozial- und Rentenversicherungssystem nur durch die dort diskutierte TVAsociale lösen können; von Deutschland mit seiner Rekordverschuldung von 80 Milliarden in 2010 im bundeshaushalt ganz zu schweigen.
ich hoffe, dass gerade die WiWo-Redaktion für solche ideen aufgschlossen ist.
Dr. L.P. Häußner, Karlsruhe
Sowohl Spanien als auch Griechenland sind durch die bestehenden Demokratien seit den 70-iger Jahren ruiniert worden. Unter den Militärdiktaturen ging es uns viel besser
ich habe viele bekannte in Spanien. Die Lage ist sehr beunruhigend: Arbeitslosigkeit von +20% (vorallem hohe Jugendarbeitslosigkeit), eine riesige immobilienblase ist geplatzt und immer mehr Unternehmen entlassen ihre Mitarbeiter. Es wird schwer werden für die Spanier ohne massive Neuverschuldung aus dieser Situation herauszukommen.
@Dr.Häußner: Dieser Weg wird sich politisch wohl kaum durchsetzen lassen, da die erhöhte MwSt. die schon jetzt stark leidenden unteren Einkommensschichten in diesen Ländern besonders hart trifft! Wollen Sie dort Volksaufstände herbeiführen?
Gruß,
AJ
Unterm Strich werden die schwächeren Staaten (PiiGS) von den stärkeren Staáten (D, FR) die erhoffte Unterstützung erhalten, denn Europa steht für Solidarität und Gemeinschaft.
Das wird die banken und Unternehmen in den stärkeren Staaten retten, und die hiesigen Staatsfinanzen vollends auf EU-Durchschnittsniveau bringen.
Und für eine ganze Weile zahlt der deutsche Michel dann auch mal für Portugal oder irland die Zeche mit.
bis alles in eine "überraschende" Währungsreform mündet und die Staaten wieder eigene Währungen entwickeln und damit die kleinen Leute ihren mühsam erworbenen Spargroschen verlieren werden.
Wer solche Szenarien formuliert, ist ein "Chaosbanker", "Hetzer" oder "ewiger Pessimist".
Wer immer die idee mit Europa hatte, war in erster Linie ein Utopist ohne wirtschaftliches Fundament. Jetzt zeigt sich, daß sich dieser Utopie keiner mehr in den Weg stellen kann. Mit fatalen Folgen für die schwächeren Gesellschaftsschichten in den führenden EU-Staaten.
Deutschland sollte keinen einzigen bailout-Cent zahlen - weder über eine EU-vertragswidrige EU-Stützungsaktion noch über den Winkelzug "bilateraler" Verträge. Lassen wir doch in GR, Spanien und italien Unruhen mit bürgerkriegen ausbrechen dann regiert der Polizeiknüppel, das Militär geht gegen die bevölkerung vor.
in der Konsequenz darf die EU die Demokratie und Menschenrechte in diesen Ländern als gefährdet ansehen und ihnen gemäß Artikel 7 die Stimmrechte im Rat entziehen. Deutschland kann dann in Ruhe Koalitionen bilden, um endlich mit den Agrarsubventionen und Strukturfonds auf unsere Kosten aufzuräumen. ich habe es satt, dass hier ständig Steuern erhöht und Leistungen gekürzt werden, damit andere EU-Staaten ihren Strukturwandel mit von Deutschland bezahlten Agrarsubventionen und Strukturfonds vertagen können.
Warum sollten wir den defizitären EU-Staaten noch mehr Geld geben und bei uns reicht es hinten und vorne nicht mehr. Nachdem der bescheidene Vertrag von Lissabon ohne Referendum in Deutschland eingeführt wurde, habe auch ich keine Lust, meine Steuergelder ständig für andere hinlegen zu müssen. Eine EU in dieser Form hätte es nie geben dürfen. Es gibt nur 4 Nettozahler in der EU: Deutschland, Finland, Österreich und die Niederlande. Da muß man nicht viel rechnen um zu erkennen, dass das NiCHT gutgehen kann. Es gibt auch ein neues interview von Prof. Hankel bei www.wirtschaftsfacts.de
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