Euro-Krise: Wie der Rettungsschirm funktioniert

Euro-Krise: Wie der Rettungsschirm funktioniert

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Spaniens Ministerpräsident Zapatero

von Ulrich W. Hanke

Nach Griechenland wackeln auch andere Länder. So könnte schon bald Spanien einen Teil der 750-Milliarden-Euro-Hilfe beanspruchen. Doch der Weg zur Rettung ist nicht einfach.

651 Milliarden Euro Schulden hat Spanien derzeit durch Staatsanleihen und Geldmarktpapiere angehäuft. Mindestens 16 Milliarden Euro davon muss das Land allein Ende Juli für dann fällige Anleihen tilgen. Anleger befürchten, dass Spanien bald den Euro-Rettungsschirm braucht und vor allem für angeschlagene Banken einspringen muss. Gleichzeitig ist der Risikoaufschlag für Anleihen auf dem Höchststand seit der Euro-Einführung. Die Differenz zwischen zehnjährigen Bundesanleihen und vergleichbaren spanischen Papieren liegt bei 2,19 Prozentpunkten.

Banken erhalten kaum noch Geld

16,5 Prozent des Geldes, das die Europäische Zentralbank in der Euro-Zone verliehen hat, haben spanische Banken aufgenommen. Von anderen Instituten erhalten sie kaum noch Geld. Vor allem die Sparkassen des Landes haben während des Baubooms auf der Iberischen Halbinsel fleißig Hypotheken ausgegeben. Aber nach dem Platzen der Immobilienblase können viele Hausbauer die Kredite nicht mehr zurückzahlen. Auf Druck Spaniens sollen die Banken in der EU die Ergebnisse ihrer Stress-Tests veröffentlichen und damit publik machen, wie gut sie für eine Krise gerüstet sind.

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4,6 Millionen Spanier ohne Job

20 Prozent Arbeitslosigkeit setzen der spanischen Regierung zu – in der gesamten EU liegt die Quote bei 9,6 Prozent. Im vergangenen Jahr haben rund eine Million Spanier ihren Job verloren, 4,6 Millionen sind insgesamt erwerbslos. Besonders hart trifft es Menschen unter 25 Jahren, von ihnen sind 45 Prozent ohne Arbeit. Sparprogramme der Regierung stoßen da auf wenig Verständnis.

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