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Euro-Rettung: Deutschland haftet mit bis zu 310 Milliarden

von Donata Riedel Quelle: Handelsblatt Online

Die europäische Finanzkrise könnte Deutschland mehr als 300 Milliarden Euro kosten. So hoch liegt die Haftungssumme für Deutschland aus allen Rettungsschirmen. Doch ein Auseinanderfallen der Euro-Zone wäre teurer.

Deutschland haftet mit bis zu 310 Milliarden Euro. Quelle: dpa
Deutschland haftet mit bis zu 310 Milliarden Euro. Quelle: dpa

BerlinDie Haftungssumme für Deutschland aus allen Rettungsschirmen summiert sich auf 310,3 Milliarden Euro. Diese Summe geht aus einem Bericht des Bundesfinanzministeriums an den Haushaltsausschuss hervor, der dem Handelsblatt vorliegt.

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Enthalten darin ist zum einen die Kombination aus dem maximalen von Deutschland verbürgten Kreditvolumen des ESM mit dem zeitweise parallel laufenden EFSF: Diese Summe beträgt 285,3 Milliarden Euro. Hinzu kommt der deutsche Anteil an Hilfen aus dem EU-Haushalt mit 9,8 Milliarden Euro und an den ausbezahlten Krediten aus dem ersten Griechenland-Hilfspaket mit 15,2 Milliarden Euro.

Bei der Summe von 310,3 Milliarden Euro handelt es sich um den maximalen Bürgschaftsrahmen für den Fall, dass sowohl die noch nicht belegten Mittel des EFSF als auch alle Hilfen des ESM tatsächlich ausgereicht werden. Weitaus teurer als 310 Milliarden Euro wäre aber ein Auseinanderfallen der Euro-Zone, heißt es weiter in dem Bericht. Eine Summe für dieses Szenario benennt das Finanzministerium jedoch nicht.

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 27.06.2012, 13:43 UhrDeutschlander

    Solange Deutschland weiterhin unter Besatzungsrecht (HLKO) steht und keine Volksabstimmung zur Eurorettung und zur Wahl der Verfassung gemacht wurde (zum Glück) sind alle Zusicherungen BRD zur Ablösung der Schulden schwebend unwirksam und werden allerspätenstens nach dem Friedensvertrag endgültig Knüllpapier, einschließlich der aufgelaufenen Pro-Kopf-Schulden.

    Dann haftet die BRD als Verwaltungsfirma "DEUTSCH" (juristische Person) aber nicht Deutschland als Land oder der Deutsche als natürliche Person. Das regelt die HLKO eindeutig, die alle Alliierten unterschrieben haben.

    Macht ein Besatzer oder seine NGO BRD in seinem Auftrag viele Schulden, dann ist das allein dem Besatzer sein Problem, dann muss eben der Besatzer die Besatzung aufheben wenn es dem Besatzer zu teuer wird.

    ZUR VERDEUTLICHUNG

    Jede Geiselhaft in einer Bank endet irgendwann mal, wenn die Vörräte für die Geiseln zu Ende gehen oder die Geiseln erschossen werden. Der ESM und der Lissabon Vertrag macht auch so etwas wieder möglich.

    Es gibt trotzdem keine Geisel, die für die Schäden der Geiselnahme aufkommt.

    Nun stelle man sich das analog bei der Besatzung vor. Das ist die Rechtslage und das erklärt die bösen Blicke von "DEUTSCH"-Geschäftsführerinnen.

  • 27.06.2012, 13:33 UhrBraverBuerger

    Werte Frau Riedel,

    ich finde es schlimm, daß die falschen Absonderungen des Finanzministeriums hier unreflektiert übernommen werden.
    Der Entwurf zum ESM-Vertrag ist frei im Netz erhältlich.
    Dort ist zu lesen, daß bei Ausfall eines Zahlers/Kreditgebers der jeweilige Anteil auf die anderen Länder entsprechend ihrer Anteile aufgeteilt werden. Dies entspricht dem Prinzip "Den Letzten beißen die Hunde".
    Insoweit geht aus dem ESM-Vetrag bereits jetzt ein Haftungsrisiko von 700 Mill. für Deutschland hervor, sofern alle anderen Länder zahlungsunfähig sein sollten.
    Da ich davon ausgehe, daß dem Finanzministerium dies bekannt sein dürfte, gehe ich von einer bewußten Falschmeldung aus.
    Der ESM-Vertrag geht jedoch noch darüber hinaus. Sollten die 700 Mill. nicht ausreichen, kann diese Summe vom Gouverneursrat jederzeit und an den Länderparlamenten vorbei erhöht werden. Deutschland hätte gegen diese Erhöhung keinerlei Einspruchsrechte und ist dann verpflichtet jede Summe zu zahlen. Insoweit haftet Deutschland, wenn man es genau nimmt, nach Unterzeichnung des ESM-Vertrages in UNBEGRENZTER Höhe.

  • 27.06.2012, 01:40 UhrVorbei

    Das Finanzministerium kann auch keine Summe benennen, wie teuer uns der weitere Verbleib im Euro kommen kann.

    Im Mai 2010 hieß es noch, dass man das kleine Griechenland so nebenbei mitretten kann. Merkel und Schäuble betonten, dass diese Rettung "einmalig" sei.

    Rechnen Sie jetzt mal das Target 2 der Buba hinzu. Dann sind wir auch schon fast bei 1 Bio Euro!!!
    Der ESM startet mit 700 Mrd - wer sagt, dass das nachher nicht erhöht wird? Immerhin können die "Finanzgestalter" des ESM machen was sie wollen, falls dieses grundgesetzwidrige Vertragswerk zustande kommt. Jeder sollte sich diesen Vertrag mal wirklich durchlesen. Kein Unternehmer würde jemals so etwas unterschreiben.

    Der ESM ist ein Staatsputsch unserer Regierenden gegen das eigene Volk. In der Zwischenzeit haben die Griechen übrigens noch mehr Beamte eingestellt, statt die Quote zu verringern! Und wir deutschen Steuerzahler sollen dafür arbeiten gehen???

    Bleiben wir im Euro, wird uns die Haftung bald erledigen!
    Zypern braucht nun auch "Hilfe". Bitte auch mal hier lesen:
    http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/10294-zypern-eu-junta-rettet-korrupte-steueroase

    Die Staats- und Bankschulden von Griechenland, Irland, Italien Portugal und Spanien lagen Ende 2011 bei 12,5 Billionen Euro.
    Hier nachzulesen:

    http://www.saarbruecker-homepage.de/component/k2/item/305-europa-im-schuldturm

    Glaubt wirklich noch ein Mensch ernsthaft, dass dieser Euro zu retten wäre????

    Wir haben selbst viel zu viel Schulden. Immerhin 51.000,- Euro pro Bürger. Diese EU hat finanzpolitische Fehler gemacht, welche absolut unentschuldbar sind!!!

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