Euro-Rettungsschirm: Notfalls noch einmal nachlegen

Euro-Rettungsschirm: Notfalls noch einmal nachlegen

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Herman Van Rompuy (l) und Bundeskanzlerin Angela Merkel

von Frank Doll

Die ökonomische Geisterfahrt geht weiter. Ans Steuer setzte sich Herman van Rompuy. Der EU-Präsident meint tatsächlich, wenn der 750 Milliarden Euro schwere Rettungsschirm nicht reichte, um die Kreditmärkte für überschuldete Euro-Staaten über Wasser zu halten, dann müsse nachgelegt werden. So einfach ist das also.

Dabei blieb er die Erklärung schuldig, wie so ein Manöver funktionieren soll. Sollten die Märkte zum Beispiel Spanien die Kreditlinien demnächst kappen, müsste das Land unter den Rettungsschirm. Zugleich müssten sich die Iberer im Rahmen ihres Anteils am Rettungsschirm aber auch selbst retten. Spaniens Anteil am Gesamtpaket beträgt 45 Milliarden Euro – auf dem Papier. Deutschland ist noch kreditwürdig und steuert 123 Milliarden Euro bei, bürgt aber für 120 Prozent dieser Summe, also für 148 Milliarden Euro.

Auf die Frage, ob Deutschland nachlegen würde, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel, sie antworte nicht auf spekulative Fragen. Im Kern ist die Aussage des EU-Präsidenten der nächste Versuch, Deutschland zu erpressen: entweder mitmachen – oder der Europäischen Zentralbank zum Gelddrucken freie Bahn lassen.

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