Eurokrise: Peking fordert für Euro-Hilfe einen hohen Preis ein

Eurokrise: Peking fordert für Euro-Hilfe einen hohen Preis ein

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Der chinesische Premierminister Wen Jiabao stellt für seine Hilfe in der Schuldenkrise große Bedingungen

Chinas Premier Wen Jiabao und die anderen BRIC-Staaten bieten an, Anleihen hochverschuldeter Euroländer aufzukaufen. Doch dafür stellen die neuen starken Männer der Weltwirtschaft selbstbewusst ihre Bedingungen.

Die chinesische Regierung ist bereit, Europa und auch den USA in der Krise mit neuen Investitionen zu Hilfe kommen. Zum Auftakt des „Sommer-Davos“ genannten Treffens des Weltwirtschaftsforums am Mittwoch in der nordostchinesischen Hafenstadt Dalian forderte Chinas Premier Wen Jiabao aber auch Entgegenkommen der Europäer und Amerikaner.

Auch Brasilien, Russland und Indien denken nach Informationen der brasilianischen Regierung über den verstärkten Ankauf von Anleihen aus Euro-Ländern nach. Der brasilianische Finanzminister Guido Mantega kündigte an, dass sich die BRIC-Gruppe in der kommenden Woche in Washington treffen und dort beraten werde, wie sie der EU bei der Bewältigung der Schuldenkrise helfen könne.

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Nicht auf taube Ohren gestpßen

Die Gespräche über Schritte zur Linderung der Schuldenkrise in der Euro-Zone seien in der Anfangsphase, sagte ein brasilianischer Regierungsvertreter. Er schränkte jedoch ein, die vier Schwellenländer der BRIC-Gruppe, zu der auch China gehört, wollten zur Ausweitung ihres finanziellen Engagements nicht den Löwenanteil ihrer Finanzreserven angreifen.

Zu Beginn der Woche war bekannt geworden, das Italiens Finanzminister Tremonti vor kurzem in Peking bei der Regierung und bei den großen staatlichen Investmentsfonds dafür geworben hatte, italienische Anleihen aufzukaufen und so den Druck auf das verschuldete Euroland zu senken. Zuvor hatten auch Spanien und Portugal Emmissäre in dieser Sache nach China geschickt. Die Aussagen von Wen deuten daraufhin, dass die Anfragen nicht auf taube Ohren stoßen.

Die Chinesen verlangen für ihre Hilfe aber auch ein deutliches Entgegenkommen. So solle die Europäische Union die zweitgrößte Volkswirtschaft endlich als Marktwirtschaft anerkennen, was China gewisse Vorteile in Handelsstreitigkeiten geben würde. Von den USA forderte Wen Jiabao vor den 1700 Teilnehmern des dreitägigen Treffens mehr Offenheit gegenüber Investitionen chinesischer Firmen und eine Aufhebung von Exportbeschränkungen.

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