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Europäische Union: Was der Vertrag von Lissabon an EU-Neuerungen bringt

von Silke Wettach

Am 1. Dezember tritt der Vertrag von Lissabon in Kraft. wiwo.de zeigt die wichtigsten Veränderungen auf einen Blick.

Kommissionspräsident José Quelle: dpa
Kommissionspräsident José Manuel Barroso: Europa soll handlungsfähiger werden Quelle: dpa

Beinah ein Jahrzehnt haben die EU-Mitgliedsstaaten gebraucht, um sich auf eine Reform der Institutionen zu verständigen. „Handlungsfähiger, demokratischer und transparenter“ werde die EU in Zukunft, verspricht Kommissionspräsident José Manuel Barroso. Eine reichlich optimistische Einschätzung, denn der Lissabon-Vertrag, von dem der irische EU-Kommissar Charlie McCreevy einmal sagte, kein vernünftiger Mensch würde ihn lesen, krempelt die EU nicht um. Dennoch wird sich für die Politiker - und damit auch für die Bürger - einiges ändern. Die wichtigsten Neuerungen im Detail:

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Europa-Parlament gewinnt an Macht

Obwohl die Zahl der Europa-Abgeordneten von derzeit 736 auf 750 steigt, verliert Deutschland Abgeordnete. Ab 2014 wird Deutschland drei Volksvertreter weniger entsenden, weil das Maximum pro Land von 99 auf 96 gesenkt wurde.

Gleichzeitig gewinnt das Europa-Parlament (EP) an Macht. Künftig wird das EP in 95 Prozent aller Gesetzgebungsprojekte mitbestimmen. Bisher hatte die Kammer nur bei zirka 75 Prozent ein Mitspracherecht. Damit wird das EP etwa auch über Fragen der Agrarpolitik, und Teile der Innen- und Justizpolitik abstimmen. Außerdem darf das EP künftig über alle Ausgaben der EU mitbestimmen, also auch über Agrar- und Regionalausgaben, die beiden bedeutenden Posten im EU-Haushalt.

Rechte der Kommission werden erweitert

Entgegen früherer Pläne wird jedes Land einen eigenen Kommissar behalten. Die Kommission wird also bis auf weiteres 27 Mitglieder zählen. Auf Wunsch Irlands wurde darauf verzichtet, die Kommission ab 2014 auf 15 Mitglieder zu verkleinern. Deutschland kommt das gelegen: Es kann sicher sein, ständig in Brüssel mit einem eigenen Kommissar vertreten zu sein.

Die Rechte der EU-Kommission bei der Überwachung der Haushaltsdefizite wurden erweitert. Die Kommission kann nun den blauen Brief direkt an den betroffenen Staat schicken und muss nicht den Umweg über den Rat gehen. Ein Haushaltssünder kann auch nicht mehr selbst über die empfohlenen Maßnahmen im Rat mit abstimmen.

Geänderter Abstimmungsmodus für Mitgliedsstaaten

Der Abstimmungsmodus im Rat verändert sich. Ab 2014 stimmen die Mitgliedsländer in rund 50 Politikbereichen mit qualifizierter Mehrheit und nicht mehr wie bisher einstimmig ab. Dies gilt etwa für Themen wie Asyl, Einwanderung und Zusammenarbeit der Polizei. Außerdem ändert sich die Stimmgewichtung. Eine qualifizierte Mehrheit ist erreicht, wenn 55 Prozent der Mitgliedsstaaten (also 15 von derzeit 27) mit 65 Prozent der Einwohner für einen Vorschlag votieren. Bisher galt eine sehr grob nach Einwohnern gestaffelte Stimmgewichtung.

Ein völliges Novum: Mitgliedsstaaten können künftig die EU verlassen, wenn sie es selbst wünschen. Bisher war das nicht möglich. Allerdings kann nach wie vor kein Land aus der EU herausgeworfen werden.

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6 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 08.12.2009, 12:27 UhrAnonymer Benutzer: Demokratie Jetzt!

    GG

    Artikel 146

    Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.

    So ist nach Ratifizierung der Tatbestand unserer Regierung erfüllt nach

    GG

    Artikel 20



    Die bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer bundesstaat.

    (2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.

    (3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.

    (4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

  • 08.12.2009, 12:26 UhrAnonymer Benutzer: Demokratie Jetzt!

    EU=Europas Unglück
    Der EU-Reformvertrag/Vertrag von Lissabon
    die umbenannte EU-Verfassung !!!
    Der EU-Reformvertrag oder auch Vertrag von Lissabon genannt ist die minimal abgespeckte Version der
    abgeschmetterten EU-Verfassung.
    Dieser Vertrag welcher unser Grundgesetz und auch die Verfassungen anderer Mitgliedstaaten weitestgehend aushöhlt und „ablöst“ ,unser bundesverfassungsgericht zu einer kleinen Kontrolleurin
    herabsetzt ist eigentlich an Perversion gar nicht mehr zu überbieten.

    Hier ein paar der wichtigsten Punkte aus diesem völkerrechtswidrigen Schriftstück,

    die ich der einfachheit etwas anders niederschreiben musste ,welche aber den Sinn der Schrift weder verändert ,beschönigt noch dämonisiert haben.



    1.Der EU-Rat wird von den Mitgliedsstaaten uneingeschränkt bevollmächtigt Gesetze in der

    Sicherheits,-Justiz,-Finanz,-Sozial,-Renten,-bildung,-Kultur,-Wirtschaft,-Gesundheit,-Agrar,- Politik

    zu ändern und zu erlassen.



    2.Die Parlamente der einzelnen Staaten sind nur noch Repräsentanten da durch das sogenannte „vereinfachte Verfahren“ letztendlich der EU Ratspräsident auch ohne die Zustimmung des

    EU-Parlarments Gesetze und Verordnungen erlassen darf.



    3.Das Militär darf auch im inland eingesetzt werden gegen Terroristen

    und auch gegen Demonstranten.



    4.Alle Mitgliedsstaaten verpflichten sich zur Aufrüstung mit der Klausel den Vereinigten Staaten (USA)

    und israel uneingeschränkte Solidarität zu Garantieren.



    5.Der EU-Rat bzw. der EU-Ratspräsident hat die Entscheidungsgewalt über

    Militärische interventionen der EU-Mitgliedstaaten.



    6.Jedem EU-Mitgliedstaat wird die möglichkeit gegeben zu Entscheiden ob die Todesstrafe

    in seinem Land wieder Anwendung findet



    7.Der EU-Reformvertrag löst Rechts,-und Völkerrechtswidrig unser Grundgesetz ab

    nach

  • 30.11.2009, 23:29 UhrAnonymer Benutzer: Hägar Schmidt

    barroso, der Maoist (einmal googeln). Gemeinsamer Markt - OK, aber Diktatur der bürogratie? (bürokratur?). Nein, danke.

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