Exklusivumfrage : Die Folgen der US-Krise für deutsche Unternehmen

Exklusivumfrage : Die Folgen der US-Krise für deutsche Unternehmen

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Wie deutsche Unternehmen in den USA die wirtschaftlichen Perspektiven der größten Volkswirtschaft der Welt beurteilen (Klicken Sie für die gesamten Umfrageergebnisse bitte auf die Grafik)

von Malte Fischer

Wie sich die Krise auf deutsche Unternehmen in den USA auswirkt und die Firmen die wirtschaftlichen Perspektiven der größten Volkswirtschaft der Welt beurteilen.

Der Optimismus, der Amerikaner gemeinhin auszeichnet, scheint auf die Manager deutscher Unternehmen in den USA abzufärben. Das zeigt eine exklusive Umfrage der Unternehmensberatung Droege für die WirtschaftsWoche unter 116 deutschen Unternehmen in den USA. Zwar gehen die befragten Manager davon aus, dass die Wirtschaft in den Vereinigten Staaten in den nächsten Jahren schwächer wachsen wird als vor der Finanzkrise. Doch für ihre eigenen Geschäfte im Land der unbegrenzten Möglichkeiten erwarten sie kräftige Zuwächse.

Zwischen 25 und 28 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass ihre Umsätze in den Jahren 2011, 2012 und 2013 jeweils um mehr als zehn Prozent zulegen werden. Ausschlaggebend für den Optimismus ist, dass die Unternehmen neue Produkte entwickelt haben, die passgenau auf die Wünsche der Abnehmer in den USA zugeschnitten sind.

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Fast ebenso wichtig für den Erfolg auf dem US-Markt ist nach Ansicht der befragten Manager, dass sie mit technologischen Innovationen aufwarten. Daher kann es nicht überraschen, dass fast 80 Prozent der Unternehmen in den nächsten zwei bis drei Jahren weiter in ihre US-Geschäfte investieren wollen, vornehmlich, um organisch zu wachsen.

Mangel an qualifiziertem Personal

Nur knapp neun Prozent planen, ein anderes Unternehmen zu übernehmen. Als Bremsklotz könnte sich dabei die Suche nach geeignetem Personal erweisen. Fast 44 Prozent der Befragten klagen über Schwierigkeiten, Arbeitskräfte mit passenden Qualifikationen für ihr Unternehmen zu finden. Das betrifft weniger die Führungskräfte als vielmehr die Ebene der Facharbeiter. Anders als in Deutschland gibt es in Amerika kein System der dualen Berufsausbildung, das betriebliche Praxis mit schulischer Weiterbildung verknüpft.

Ökonomen warnen daher, Amerika generiere zwar Innovationen, die Umsetzung in Produkte und Dienstleistungen sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen fänden jedoch im Ausland statt. Weniger Schwierigkeiten haben die meisten deutschen Unternehmen dagegen mit den Steuern in den USA. So gaben 51 Prozent der Befragten an, die Belastung und die Komplexität des Steuersystems in den USA sei nicht besser und nicht schlechter als in anderen Ländern. Die größten Sorgen bereitet den Managern der rasant wachsende Schuldenberg des Staates.

Den Befragten dürfte klar sein, dass der Staat – trotz allen politischen Streits – am Ende des Tages wohl die Steuern erhöhen wird, um seine Altschulden abzutragen.

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