Experten hatten mehr erwartet: US-Wirtschaft beschleunigt Wachstum auf 2,5 Prozent

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Experten hatten mehr erwartet: US-Wirtschaft beschleunigt Wachstum auf 2,5 Prozent

Die US-Konjunktur zieht zum Jahresbeginn deutlich an. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der weltgrößten Volkswirtschaft legte im ersten Quartal 2013 aufs Jahr hochgerechnet um 2,5 Prozent zu.

Das teilte das Handelsministerium nach einer ersten Schätzung am Freitag mit.

Die neusten Zahlen belegen zwar eindeutig den erwarteten Aufwärtstrend: Noch im vierten Quartal 2012 wuchs die Wirtschaft lediglich um magere 0,4 Prozent. Doch es gibt auch Schattenseiten: Experten hatten in den ersten drei Monaten dieses Jahres mit noch mehr Schwung gerechnet - bis zu hochgerechnet drei Prozent hätte die Konjunktur zulegen sollen.

Die größten US-Konzerne – und wie viele Jobs sie stellen

  • Exxon Mobil

    Der Mineralöl-Konzern Exxon Mobil ist nicht nur das größte Unternehmen der USA (nach Umsatz), sondern auch das umsatzstärkste Unternehmen der Welt. In Deutschland bekannt ist die Tochter Esso. Exxon Mobil machte im Lauf des vergangenen Jahres 41 Milliarden Dollar Gewinn und ist damit auch in diesem Bereich Spitze. Weltweit beschäftigt der Konzern 83.600 Mitarbeiter (Stand: Dezember 2010), weniger als ein Drittel arbeiten in den USA.

  • Apple

    Mit einem Markenwert von 183 Milliarden Dollar landete der US-Technologiekonzern Apple im Mai in einem Ranking des Marktforschungsunternehmens Millward Brown zum wiederholten Mal auf dem ersten Platz. Der Konzern beschäftigt nach eigenen Angaben rund 47.000 Angestellte in den USA, aber 70.000 im Ausland.

  • IBM

    IBM, die International Business Machines Corporation, ist eines der weltweit führenden Unternehmen für Hard- und Software und für Dienstleistungen im IT-Bereich. Darüber hinaus ist es eines größten Beratungsunternehmen. Der Umsatz betrug 2011 satte 106,9 Milliarden US-Dollar. Weltweit beschäftigt der Konzern über 433.000 Mitarbeiter. Lediglich gut 105.000 Jobs stellt IBM in den Vereinigten Staaten.

  • Microsoft

    Der Software- und Hardwarehersteller hat etwa 93.000 Mitarbeitern weltweit und machte im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 69,94 Milliarden US-Dollar. In Microsofts „Heimatstadt“ Redmond, einem Vorort Seattles, hat rund die Hälfte der Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz. Im Hauptsitz des Software-Riesen arbeiten 39.000 Menschen.

  • Chevron Corporation

    Chevron Corporation ist ein weltweit operierender Energiekonzern. Er gehört zu den weltgrößten Ölkonzernen. Das Hauptquartier liegt in San Ramon, Kalifornien, der Konzern ist jedoch in mehr als 180 Ländern aktiv. Für Chevron arbeiten rund 62.000 Menschen. Nur knapp die Hälfte, etwa 30.000 Angestellte, sind in den USA beschäftigt.

  • General Electric

    General Electric machte 2011 einen Gewinn von 14 Milliarden Dollar. 301.000 Menschen arbeiten für den US-Mischkonzern (Stand: April 2011), der zum Beispiel in den Sparten Versicherungen, Immobilienmanagement oder Energie-Infrastruktur tätig ist, aber auch Lokomotiven oder Flugzeugtriebwerke herstellt.

  • Berkshire Hathaway

    Berkshire Hathaway ist vor allem durch seinen charismatischen Vorsitzenden, dem Multimilliardär Warren Buffett bekannt. Zehn Milliarden Dollar Gewinn erwirtschaftete der US-Konzern im vergangenen Jahr. Die Beteiligungsgesellschaft ist besonders im Bereich Versicherungen und Rückversicherungen aktiv. Bezieht man die Beteiligungen mit ein, beschäftigt Berkshire Hathaway 270.858 Mitarbeiter.

  • AT&T

    Der nordamerikanische Telekommunikationskonzern AT&T stellt neben Telefon-, Daten- und Videotelekommunikation auch Mobilfunk und Internetdienstleistungen für Unternehmen, Privatkunden und Regierungsorganisationen zur Verfügung. AT&T hatte lange Zeit eine Monopolstellung in den USA und Kanada. Daher war die Firma auch lange die größte Telefongesellschaft der Welt und der weltgrößte Kabelfernsehbetreiber. Der Konzern verbuchte 2010 einen Umsatz von 124,3 Milliarden Dollar und beschäftigt gut 300.000 Mitarbeiter – den größten Teil in den USA.

  • Walmart

    Der Einzelhandelskonzern beherrscht einen großen Teil des US-Marktes. Wal-Mart beschäftigt weltweit über zwei Millionen Angestellte und ist damit der größte private Arbeitgeber der Welt. 2011 steigerte der Konzern seinen Umsatz auf 446,9 Milliarden Dollar.

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Der Aufschwung wird nach Angaben der Regierung vor allem vom privaten Konsum getragen, der aufs Jahr gerechnet um 3,2 Prozent anstieg. Die Finanzagentur Bloomberg sprach vom größten Sprung bei den Konsumausgaben seit zwei Jahren. Auch der Export habe zur Entwicklung beigetragen.

Negativ schlagen dagegen die Ausgabenkürzungen der Regierung zu Buche, teilte das Ministerium mit. „Die Schwäche bei den Regierungsausgaben ist ein Thema“, zitiert Bloomberg einen Analysten in New York.

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In den USA haben Anfang März automatische Kürzungen in Milliardenhöhe begonnen, die vor allem auch im Militärhaushalt Spuren hinterlassen. Es handelt sich um Kürzungen nach dem Rasenmäherprinzip, die Präsident Barack Obama gerne durch „intelligentes Sparen“ ersetzen würde. Gespräche mit der Opposition brachten aber bislang keinen Durchbruch.

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