EZB-Chefvolkswirt Stark: Stärkeres IWF-Engagement wäre „Verzweiflungsakt“

EZB-Chefvolkswirt Stark: Stärkeres IWF-Engagement wäre „Verzweiflungsakt“

, aktualisiert 11. Dezember 2011, 20:12 Uhr
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Jürgen Stark spricht sich gegen ein stärkeres Engagement des IWF in Europa aus.

Quelle:Handelsblatt Online

Für den scheidenden EZB-Chefvolkswirt Stark wäre ein stärkeres Engagement des IWF in Europa ein „Verzweiflungsakt“. Stattdessen brauche die EU ein Experten-Gremium, das die Haushalte der Mitgliedsstaaten überprüft.

BerlinDer scheidende EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark hat sich gegen ein stärkeres Engagement des Internationalen Währungsfonds in Europa ausgesprochen. „Das wäre ein Verzweiflungsakt“, sagte Stark der „Süddeutschen Zeitung“. Bekäme der IWF Geld von der Zentralbank, wäre dies eine indirekte monetäre Finanzierung. „Am Ende haftet der europäische Steuerzahler“, warnte Stark. Zudem verlangte er von den Euro-Ländern eine stärkere Integration und plädierte wie der Ende Oktober aus dem Amt geschiedene EZB-Präsident Jean-Claude Trichet für ein EU-Finanzministerium.

Vermutlich brauche Europa eine neue Institution, die Eingriffsrechte in die nationale Haushaltspolitik habe. Nötig sei ein informelles Gremium von Experten, das die Haushalte in den Mitgliedsstaaten genau überprüfe. Dazu brauche man auch keine Änderung der EU-Verträge. Das Gremium solle sein Urteil dann dem Rat und der Kommission zuleiten. „Es wäre der Nukleus für ein künftiges europäisches Finanzministerium.“

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Die EU-Staaten hatten sich bis auf Großbritannien am Freitag auf eine stärkere wirtschaftliche Integration und strengere Haushaltsdisziplin geeinigt, um die Schuldenkrise energischer zu bekämpfen. Zudem sollen die IWF-Mittel um 200 Milliarden Euro aufgestockt werden, um verschuldeten Staaten zu helfen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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