Fast 40 Tote: Islamisten harren in Einkaufszentrum in Nairobi aus

Fast 40 Tote: Islamisten harren in Einkaufszentrum in Nairobi aus

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Unter den Opfern des Anschlags auf ein Einkaufszentrum in der kenianischen Hauptstadt Nairobi sind auch mehrere Ausländer. Wie die französische Regierung mitteilte, sind bei dem bewaffneten Überfall zwei Franzosen getötet worden.

Schock in Nairobi: Maskierte stürmen ein Einkaufszentrum, eröffnen das Feuer. Mindestens 39 Menschen sterben. Zu dem Angriff bekennt sich eine Islamisten-Miliz aus dem Nachbarland Somalia.

Mehr als zwölf Stunden nach Beginn des Überfalls auf ein Einkaufszentrum in der kenianischen Hauptstadt Nairobi harren Angreifer noch immer mit Geiseln in dem Gebäude aus. Die Polizei des Landes mahnte am frühen Sonntagmorgen zu Ruhe und forderte die Bevölkerung auf, dem Kaufhaus fernzubleiben. Alle Sicherheitsbehörden arbeiteten daran, diese „traurige Situation“ zu beenden, schrieb die Polizei beim Kurznachrichtendienst Twitter.
Mindestens 18 maskierte Täter waren am Samstagmittag in das exklusive Westgate-Einkaufszentrum in der Stadt eingedrungen und hatten um sich geschossen. Der Regierung zufolge wurden mindestens 39 Menschen getötet. Die Angaben zu den Verletzten schwankten: Laut Kabinettssekretär Francis Kimemia sind es knapp 300, Präsident Uhuru Kenyatta sprach von 150. Der Staatschef kündigte in einer TV-Ansprache an: „Wir werden die Täter jagen, wohin sie auch rennen.“ Er habe selbst Angehörige verloren. Der Überfall war der schwerste Anschlag in dem Land seit einem Sprengstoffanschlag auf die US-Botschaft vor 15 Jahren.

Terrorgefahr Was ist dran an der neuesten Terrorwarnung?

Die Amerikaner schließen für eine Woche viele ihrer Botschaften in islamischen Ländern. So genau weiß kein Außenstehender, warum. Trotzdem sollte man die Warnungen aus Washington ernst nehmen.

Die USA fürchten Terrorangriffe im Ausmaß des 11. September 2001. US-Botschaften in islamischen Ländern sind für eine Woche geschlossen und werden verstärkt bewacht Quelle: AP

Zu dem Angriff bekannten sich die islamistischen Al-Shabaab-Milizen aus Somalia. Kenia ist seit geraumer Zeit Zielscheibe terroristischer Anschläge somalischer Islamisten. 2011 waren kenianische Truppen in das Nachbarland einmarschiert, um die Al-Shabaab-Milizen zu bekämpfen. „Lange Zeit haben wir Krieg gegen die Kenianer in unserem Land geführt, jetzt ist es an der Zeit, das Schlachtfeld zu ändern und den Krieg in ihr Land zu bringen“, teilte die Miliz nach dem Angriff bei Twitter mit. Wenig später sperrte Twitter den Account.
Ein Augenzeuge in Nairobi sagte der dpa: „Sie warfen eine Granate. Sie zeigten uns arabische Schriften. Wenn man sie lesen konnte, war man gerettet. Wenn man sie nicht lesen konnte, erschossen sie einen.“ Er ergänzte: „Ein Täter von ihnen schrie: "Heute werdet ihr das wahre Gesicht von Al-Shabaab kennenlernen".“ Eine Supermarktkette, die in dem Gebäude eine Filiale betreibt, bestätigte, dass einige Kunden als Geiseln genommen worden seien.

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