Finanzkrise als Chance: Staatsfonds Norwegens will massiv in Aktien investiven

Finanzkrise als Chance: Staatsfonds Norwegens will massiv in Aktien investiven

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Yngve Slyngstad

Der norwegische Government Pension Fund, mit einem Anlagevolumen von derzeit rund 341 Milliarden Dollar der drittgrößte Staatsfonds weltweit, will in der aktuellen Finanzkrise sein Aktienengagement deutlich ausbauen.

Fondschef Yngve Slyngstad kündigte im Gespräch mit der WirtschaftsWoche an, die aktuelle Krise zum Einstieg zu nutzen. „Als Fondsmanager mögen wir hohe Volatilität, die führt zu guten Kaufpreisen. Zu unseren Aussichten für einzelne Märkte werde ich aber nichts sagen, wir geben keine Vorhersagen ab.“ Allerdings räumte Slyngstad ein, dass der „Aktienanteil des Fonds steigen“ werde, und zwar „auf 60 Prozent von bislang 40 Prozent“.

Deshalb plädiert Slyngstad dafür, dass sich der Fond künftig auch mit mehr als fünf Prozent an einzelnen Unternehmen beteiligen darf. „Ursprünglich betrug diese Obergrenze ein Prozent, dann drei, nun fünf, und wahrscheinlich wird diese Vorschrift weiter gelockert werden. Bei vielen anderen Fonds ist eine Beschränkung auf maximal zehn Prozent an einem Unternehmen üblich. Das wäre auch für uns eine realistische Grenze.“ Derzeit sei der Fonds aufgrund seines hohen Anlagevermögens gezwungen, seine Beteiligungen breit zu streuen. „Im neuen Jahresbericht, der Anfang März erscheinen wird, sind rund 7.500 Unternehmen gelistet, an denen wir Ende 2007 Anteile hielten. Ein Jahr zuvor waren es noch nicht einmal halb so viele.“

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