Finanzkrise: Russland will mit Staatseinstieg Banken retten

Finanzkrise: Russland will mit Staatseinstieg Banken retten

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Hauptquartier der Sberbank in Russland.

Russland prüft Staatsbeteiligungen an angeschlagenen Banken nach US-Muster. Damit sollen angeschlagene Banken gerettet und die Kreditklemme gelöst werden. Denn der Anteil fauler Kredite könnte dramatisch ansteigen.

Russland will einem Pressebericht zufolge seine Banken nach US-Muster retten. Nach Informationen der „Financial Times“ prüft Vizepremier Igor Schuwalow Staatsbeteiligungen an angeschlagenen Kreditinstituten. Zusammen mit Finanzexperten wolle er an diesem Freitag erörtern, wie die Banken rekapitalisiert werden können, schreibt die Zeitung unter Berufung auf einen ihr vorliegenden Entwurf.

Eine Entscheidung über das Notprogramm könne dann im Herbst fallen. Der Entwurf sehe vor, dass der Staat Schatzwechsel (OFZ) ausgibt, um die Bilanzen der 55 größten von insgesamt 1.100 russischen Banken mit Kapital zu stützen.

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Nur Banken mit einer Bilanzsumme von mindestens 50 Milliarden Rubel (1,15 Mrd. Euro) sollen teilnehmen können. Dafür werde Moskau Vorzugsaktien der Banken sowie Stimm- und Vetorechte erhalten.

Faule Kredite bei Russlands Banken zehren Gewinne auf

Analysten sagten der Zeitung, bei diesem Plan könnten die Banken nach dem Staatseinstieg die wirkliche Höhe der faulen Kredite in ihren Bilanzen offenlegen. Anschließend könnten die Institute ab 2010 wieder leichter Kredite vergeben.

Der Entwurf sieht vor, dass sich die Vorzugsaktien 2019 in Stammaktien umwandeln lassen, sollten die Banken bis dahin die Finanzhilfe nicht zurückgezahlt haben.

40 Milliarden für Russlands Banken nötig

Laut Bericht werden bei Russlands Banken in den kommenden Monaten Kredite an inländische Schuldner über mehr als 100 Milliarden Dollar fällig. Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) habe bereits gewarnt, dass der Anteil fauler Kredite in den Bilanzen bis auf 38 Prozent steigen könne - schon bei zehn bis zwölf Prozent wären aber die gesamten Jahresgewinne der russischen Banken aufgezehrt.

Nach Angaben von S&P und Moody’s müsse Russland bis Jahresende bis zu 40 Milliarden Dollar zuschießen, um das Bankensystem am Leben zu erhalten.

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