Finanzpolitik: Merkel lehnt Schuldenschnitt für Griechenland ab

Finanzpolitik: Merkel lehnt Schuldenschnitt für Griechenland ab

, aktualisiert 14. August 2017, 16:46 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Angela Merkel hat sich gegen einen Schuldenschnitt für Griechenland ausgesprochen - denn das Land habe bereits erhebliche Vergünstigungen erhalten. Darüber hinaus erlauben die Regeln des Euro einen solchen Schritt nicht.

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„Ein Schuldenschnitt im klassischen Sinne ist nach den Regeln des Euro sowieso verboten“, sagte die Bundeskanzlerin.

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel hat einen Schuldenschnitt für Griechenland abgelehnt und die weitere Beteilung des IWF am Hilfsprogramm gelobt. „Ein Schuldenschnitt im klassischen Sinne ist nach den Regeln des Euro sowieso verboten. Innerhalb des Euroraums kann man das nicht machen“, sagte Merkel am Montag in einem Interview mit Phoenix und Deutschlandfunk. Das Euro-Land habe bereits erhebliche Erleichterungen bekommen. Falls weitere nötig seien, müsse man darüber 2018 oder 2019 sprechen. Im Sommer 2018 läuft das Hilfsprogramm für das hoch verschuldete Land aus.

Merkel verteidigte die Reformauflagen für Griechenland als Gegenleistung für weitere Milliardenhilfen. Das Land habe harte Reformen angepackt und werde seine Zusagen hoffentlich auch einhalten. „Aber zuviel Nachsichtigkeit hilft auch nicht“, sagte sie und verwies auf die Euro-Länder Spanien und Irland, die nach harten Reformprogrammen wieder kräftiges Wachstum verzeichnen. Auch in Griechenland wachse die Wirtschaft nun wieder leicht.

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Sie halte es mit Blick auf das Griechenland-Programm nach wie vor für sinnvoll, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) an Bord bleibe, sagte die CDU-Vorsitzende. Vor allem die Union sah dies als Grundvoraussetzung für die weitere deutsche Beteiligung am Hilfsprogramm, für die der Haushaltsausschuss des Bundestages grünes Licht gegeben hatte. Wichtig sei, dass der IWF einen „sehr nüchternen“ und „sehr harten“ Blick auf Griechenland habe, sagte Merkel.

Quelle:  Handelsblatt Online
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