Flüchtlinge im Mittelmeer: Deutsche und italienische Schiffe retten 3000 Menschen

Flüchtlinge im Mittelmeer: Deutsche und italienische Schiffe retten 3000 Menschen

, aktualisiert 16. März 2016, 20:55 Uhr
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Die Bundesmarine hilft im Mittelmeer seit längerem bei der Seenotrettung von Flüchtlingen, die von Nordafrika aus die gefährliche Überfahrt nach Europa wagen.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Bundesmarine hilft der italienischen Küstenwache bei der Seenotrettung von Flüchtlingen. Vor der libyschen Küste retteten sie nun binnen weniger Tage über 3000 Menschen. Die Hilfe kam nicht für alle rechtzeitig.

Berlin/romSchiffe der deutschen Marine und der italienischen Küstenwache haben vor der libyschen Küste binnen weniger Tage mehr als 3000 Flüchtlinge aus Seenot gerettet. Die meisten von ihnen wurden am Mittwoch von den italienischen Behörden im Kanal von Sizilien in Sicherheit gebracht. Für drei Menschen kam jedoch jede Hilfe zu spät – sie konnten nur noch tot geborgen werden.

Wie die Bundeswehr mitteilte, nahm der Einsatzgruppenversorger „Frankfurt am Main“ am Dienstag zunächst 125 Menschen aus einem seeuntauglichen Schlauchboot auf. Wenige Stunden später wurden zwei weitere Schlauchboote im Mittelmeer entdeckt, aus denen 236 Personen an Bord genommen wurden. Anschließend übernahm die Besatzung noch 254 Menschen, die von einem britischen Schiff aus Seenot gerettet worden waren.

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Damit befanden sich seit Dienstagabend insgesamt 615 gerettete Flüchtlinge an Bord des deutschen Schiffes. Sie sollten im Hafen von Pozzallo den italienischen Behörden übergeben werden.

Die italienische Küstenwache teilte mit, sie habe am Mittwoch im Rahmen von zwölf verschiedenen Rettungsaktionen 1467 Flüchtlinge gerettet, die ebenfalls von Libyen aus mit Schlauchbooten gestartet waren. Dabei seien auch drei Leichen entdeckt worden. Bereits am Dienstag seien 951 Menschen in Sicherheit gebracht worden.

Die Bundesmarine hilft im Mittelmeer seit längerem bei der Seenotrettung von Flüchtlingen, die von Nordafrika aus die gefährliche Überfahrt nach Europa wagen. Nach Angaben der Bundeswehr wurden seit dem 7. Mai des vergangenen Jahres im zentralen Mittelmeer mehr als 12.000 Menschen aus Seenot gerettet.

Quelle:  Handelsblatt Online
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