Flug MH 370: Schiffe sammeln Objekte aus dem Meer auf

Flug MH 370: Schiffe sammeln Objekte aus dem Meer auf

, aktualisiert 29. März 2014, 17:55 Uhr
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Angehörige warten immer noch auf verlässliche Aussagen zum Schicksal der Flugzeuginsassen.

Müll oder Trümmer von Flug MH370? Schiffen ist es gelungen, erste Objekte aus dem Meer an Bord zu nehmen. Ob diese vom vermissten Flugzeug stammen, muss erst noch analysiert werden. Das Wetter in der Suchregion soll am Sonntag besser werden.

Ein chinesisches Flugzeug hat drei weitere Objekte im Indischen Ozean gesichtet, die zur seit drei Wochen verschollenen malaysischen Passagiermaschine gehören könnten. Die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete am Samstag, das Militärflugzeug habe aus einer Höhe von 300 Metern ein weißes, ein rotes und ein orangefarbenes Objekt gesehen. Zwei der Objekte trügen die rot-weißen Farben der Fluggesellschaft Malaysia Airlines. Allerdings war erneut nicht klar, ob die Teile tatsächlich zur vermissten Maschine gehören.

Mehrere Flugzeuge und Schiffe suchten am Samstag gut 1800 Kilometer westlich von Australien nach Spuren der seit 8. März vermissten Boeing 777. Chinesische und australische Schiffe fischten Gegenstände aus dem Wasser, die die australische Seesicherheitsbehörde lediglich als „Objekte aus dem Ozean“ beschrieb. Es wurde nicht bestätigt, dass eines mit dem Flugzeug in Verbindung steht.

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Die Maschine mit 239 Menschen an Bord war auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking verschwunden. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie in den Indischen Ozean gestürzt ist.

Der australische Premierminister Tony Abbott sagte, es sei eine schwierige Aufgabe, die Teile zu finden. „Es ist eine extrem abgelegene Gegend. Es ist eine ungemütliche See. Es ist ein schwer zugänglicher Ort, an dem wir kleine Wrackteile in einem weiten Ozean suchen.“

Der malaysische Verteidigungsminister Hishammuddin Hussein sagte, dass es sich bei den am Freitag georteten Objekten auch um Müll handeln könnte. Man müsse warten, bis die Objekte herausgeholt und analysiert worden seien. Das kann allerdings noch dauern: Für den südlichen Teil des Gebiets wurde schlechtes Wetter mit Regen, tiefhängenden Wolken und bis zu zwei Meter hohen Wellen erwartet. Am Sonntag sollten sich die Bedingungen nach Angaben des australischen Wetterdienstes wieder bessern.

Derweil geriet Malaysias Regierung wegen ihres Krisenmanagements erneut in die Kritik: Interpol wies Kommentare eines Ministers zurück, es sei zu kompliziert und zeitraubend, mit der Interpol-Datenbank abzugleichen, ob ein Reisepass gestohlen sei oder nicht. „Wenn es hier eine Verantwortung oder Schuld für ein Versagen gibt, dann liegt sie allein bei den malaysischen Einwanderungsbehörden“, hieß es.

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Hintergrund ist, dass sich unter den Passagieren zwei Menschen mit gestohlenen Pässen befunden hatten. Laut malaysischen Medienberichten hatte Innenminister Zahid Hamidi dem Parlament am Donnerstag gesagt, die Datenbank von Interpol sei zu groß und deswegen nicht mit den malaysischen Datensystemen kompatibel. Interpol hat eine Datenbank mit 40 Millionen gestohlenen oder verlorenen Reisedokumenten, die aber auch von zahlreichen anderen Ländern nicht abgefragt wird.

Die Anwesenheit von Passagieren mit falschen Papieren an Bord der Maschine hatte Spekulationen befeuert, dass es sich bei dem Verschwinden um eine Entführung oder einen Terroranschlag gehandelt habe. Später erklärte Interpol, dass die beiden Iraner wohl keine Terroristen gewesen seien. Wieso die Maschine verschwand, ist weiter unklar.

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