"Follow the money": NSA späht Kreditkartendaten aus

"Follow the money": NSA späht Kreditkartendaten aus

Nach einem Bericht des Spiegel hat die NSA nicht nur Telefonate, E-Mails und Briefe ausgespäht, sondern auch den internationalen Zahlungsverkehr überwacht. Seit 2010 sollen Bankdaten aus aller Welt in den USA gespeichert werden.

Wie der Spiegel berichtet, hat der US-Militärgeheimdienst NSA seit 2010 systematisch Bank- und Kreditkartendaten ausgespäht. Für die Überwachung des internationalen Zahlungsverkehrs habe es innerhalb der Behörde eine eigene Abteilung mit dem Namen "Follow the money" gegeben. Die gesammelten Transaktionsdaten landeten in einer NSA-eigenen Finanzdatenbank. Laut Spiegelrecherchen umfasste diese Datenbank bereits 2011 rund 180 Millionen Datensätze - mehr als 80 Prozent davon seien Kreditkartendaten großer Firmen wie Visa. Es gehe darum, "die Transaktionsdaten von führenden Kreditkartenunternehmen zu sammeln, zu speichern und zu analysieren". Visa selbst schließt allerdings aus, dass Daten aus den Unternehmenseigenen Netzen abfließen könnten.

Außerdem habe die NSA die in Brüssel beheimatete Genossenschaft Swift als Spionageziel definiert und deren Daten massenweise gespeichert. Über Swift wickeln Tausende Banken ihren internationalen Zahlungsverkehr ab. Einer der Zugangswege zu den Swift-Informationen habe darin bestanden, den "Swift-Druckerverkehr zahlreicher Banken" auszulesen.

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Laut dem Spiegel-Bericht speichert die USA seit dem Jahr 2010 in großem Stil Finanzdaten aus aller Welt - auch zum Missfallen anderer Geheimdienste. Das EU-Parlament spreche in diese Zusammenhang von einem "offenem Rechtsbruch" der USA, berichtet der Spiegel. Die EU-Kommission habe den USA mit einem Aussetzen des sogenannten Swift-Abkommens gedroht.

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