Früherer Gouverneur: Trump nominiert Huntsman als russischen Botschafter

Früherer Gouverneur: Trump nominiert Huntsman als russischen Botschafter

, aktualisiert 19. Juli 2017, 08:42 Uhr
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Der ehemalige Präsidentschaftskandidat der Republikaner war schon als Diplomat in Singapur und China.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Verbindungen des Trump-Clans mit Moskau haben Brisanz. So wurde mit Spannung erwartet, wen US-Präsident Donald Trump als neuen Botschafter für das Land nominieren würde. Nun fiel die Entscheidung auf Jon Huntsman.

WashingtonUS-Präsident Donald Trump möchte den Diplomaten und früheren Gouverneur des US-Staats Utah, Jon Huntsman, als Botschafter für Russland nominieren. Das gab das Weiße Haus am Dienstag (Ortszeit) bekannt. Der ehemalige Kandidat der Republikaner für die Präsidentschaftsvorwahlen im Jahr 2012 war bereits zweimal als Botschafter im Ausland eingesetzt: Während der Präsidentschaft von George W. Bush war der heute 57-Jährige der Top-Diplomat in Singapur. Von 2009 bis 2011 war er der US-Botschafter in China.

Der Republikaner war auch kurz für das Amt des Außenministers unter Trump im Gespräch. Sollte die Nominierung als Botschafter bestätigt werden, würde Huntsman das Amt inmitten der Ermittlungen zu mutmaßlichen Einmischungen Russlands in die US-Wahlen 2016 übernehmen.

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Die Beziehung zwischen Huntsman, einem Mormonen, und Trump ging im vergangenen Jahr auf und ab. Er stellte sich nur zögernd hinter Trump als Präsidentschaftskandidaten und forderte während des Vorwahlkampfes Trump zum Rücktritt auf, nachdem von Trump ein Video öffentlich wurde, in dem er sich abfällig über Frauen äußerte.

Aber auch Trump teilte bereits gegen Huntsman aus: Während dessen Amtszeit als Botschafter in Peking nannte Trump ihn 2011 und 2012 in mehreren Tweets „ein Leichtgewicht“ und „schwach“. Während der Amtsübernahme Trumps legten der US-Präsident und Huntsman ihre Meinungsunterschiede offenbar bei.

Trotzdem kam es bei der Verkündung des Nominierungsvorhabens vonseiten des Weißen Hauses zu einem kleinen Fauxpas: In der Pressemitteilung buchstabierte das Weiße Haus den Vornamen Huntsmans falsch und nannte ihn John statt Jon.

Quelle:  Handelsblatt Online
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