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Futterpreise: EU will Verfütterung von Tiermehl wieder erlauben

Die EU will die Verfütterung von Tiermehl in der Landwirtschaft wieder zulassen. Grund: Die Preisexplosion bei Futtermitteln.

Entsorgte Futtermittel stehen Quelle: AP
Entsorgte Futtermittel stehen in einem 37 Kubikmeter grossen Muellcontainer auf der Muelldeponie Titisee-Neustadt ( Landkreis Breisgau Hochschwarzwald) am Dienstag, 6. Februar 2001. Der Landkreis und die Stadt Freiburg starteten gemeinsam die Entsorgung von Futtermitteln, die infolge der BSE-Krise seit Dezember 2000 nicht mehr verfuettert werden duerfen. Der Container geht im Anschluss als Sondermuell zur Muellverbrennungsanlage Hameln, wo der Inhalt in Rauch aufgehen wird. (AP Photo/ Winfried Rothermel) ## Entsorgte Futtermittel stehen in einem 37 Kubikmeter grossen Müllcontainer auf der Mülldeponie Titisee-Neustadt ( Landkreis Breisgau Hochschwarzwald) am Dienstag, 6. Februar 2001. Der Landkreis und die Stadt Freiburg starteten gemeinsam die Entsorgung von Futtermitteln, die infolge d Quelle: AP
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Wie wiwo.de berichtet, einigten sich alle 27 Mitgliedstaaten am vergangenen Dienstag darauf, zunächst Fischmehl im Milchersatz für junge Wiederkäuer wie Kälber und Lämmer zu erlauben. Seit 2001 ist es infolge der BSE-Krise nach einem EU-Beschluss streng untersagt, tierische Proteine an Tiere zu verfüttern. Noch in diesem Jahr will die zuständige Gesundheitskommissarin Androula Vassiliou zudem einen Vorschlag vorlegen, wonach künftig auch wieder Schweinereste an Hühner verfüttert werden können, berichtet das Magazin weiter.

Hintergrund des Kurswechsels innerhalb der EU ist die Preisexplosion bei Futtermitteln. So hat sich Weizen in den vergangenen Monaten um zwölf Prozent verteuert, Milchleistungsfutter um 43 Prozent.

Von der "WirtschaftsWoche" befragte Verbraucherschützer kritisieren die Brüsseler Entscheidung scharf. Matthias Wolfschmidt, stellvertretender Geschäftsführer der Verbraucherorganisation Foodwatch hält den EU-Beschluss für „skandalös“. Wolfschmidt: „Wenn Pflanzenfresser wieder mit tierischen Proteinen gefüttert werden, dann ist das das Allerletzte“. Nicht nur wegen, der Lehren, die aus BSE gezogen worden seien. Auch wegen der hohen Dioxin-Belastung von Fischmehl hält er die Verfütterung für unvertretbar. „Das ist eine echte Provokation für die Verbraucher.“

Die Brüsseler Entscheidung fiel von der Öffentlichkeit bislang unbemerkt im Ständigen Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit (SCFCAH).

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3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 30.04.2008, 22:28 UhrAnonymer Benutzer: gudrun braun

    unverschä mt wie mit der volksgesundheit umgegangen wird.jeder weiss es,tiermehl ist für pflanzenfresser tabu.naja,wir haben ja genuegend hirnlosigkeit in unserem lande,vielleicht geht der kelch an diesem unserem volke ja vorüber .denn wo nichts ist kann ja auch bSE nicht schaden.

  • 29.04.2008, 00:23 UhrAnonymer Benutzer: Hermann Stephan

    Es ist wissenschaftlich nachgewiesen , dass der Fischgeschmack der Eier nicht von der Verfütterung von Fischprodukten herrühre , sondern vom Rapsfutter komme und ein Gendefekt darstelle.

  • 27.04.2008, 14:29 UhrAnonymer Benutzer: Sogutan

    ich kann mich noch erinnern an die Zeit wo Hühner mit Fischmehl gefüttert wurden, die Eier nach Fisch schmeckten und der Kuchen auch. Dann wird man wohl in Zukunft darauf hoffen können, das Kalbfleisch nach Fisch schmeckt. Da freut sich doch der Fischliebhaber! Das Hühner heute mit Schweinemist gefüttert werden kann man beim Verzehr schmecken. ist doch lecker, oder? Und wenn man an die Dioxin belastung denkt, kann man sich über die gesunde Ernährung, die uns die EU beschert nur freuen.
    Jetzt weiß ich wie man Gesundheitskommissar wird in der EU. Man braucht dafür auf jeden Fall einen hohlen Kopf.

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