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G20-Gipfel: Punktsieg für Merkel in Seoul

von Christian Ramthun

Beim Weltwirtschaftsgipfel setzt sich die Bundeskanzlerin gegen protektionistische Begehren von US-Präsident Obama durch. Das allein ist schon ein Erfolg des Treffens in Seoul.

Angela Merkel mit Quelle: dpa
Angela Merkel mit US-Präsident Barack Obama Quelle: dpa

Denn im Vorfeld hatten harsche Töne die Weltwirtschaft verunsichert. Die Amerikaner wollten die exportstarken Nationen an die Kette legen, während die anderen Länder Amerika für seine Politik des lockeren Geldes kritisierten. Das Wort vom Weltwährungskrieg machte gar die Runde.

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Während des G-20-Gipfels haben sich die Gemüter beruhigt. Damit hat das Treffen bereits seinen wichtigsten Zweck erfüllt. Wer miteinander spricht, schießt nicht aufeinander. Denn nichts könnte die sich wieder erholende Weltwirtschaft weniger brauchen als einen grassierenden Protektionismus – wie damals vor 80 Jahren. In der Abschlusserklärung verständigten sich die Teilnehmer auf die Formel, von einer „kompetitiven Abwertung“ ihrer Währungen abzusehen. Damit sind sowohl die USA als auch China, das seinen Renmimbi an den Dollar kettet, gemeint.

Wichtig für Deutschland war, die US-Forderung nach einer Quotierung der Exporte auf vier Prozent des jeweiligen Bruttoinlandsproduktes abzuwehren. Man wolle die gesamtwirtschaftlichen Zusammenhänge im Blick behalten. Künstliche Wettbewerbsvorteile wie insbesondere Währungsdumping will man künftig vermeiden.

Wer allerdings auf dem Treffen der 20 führenden Wirtschaftsnationen mehr substanzielle Fortschritte erwartet hat, muss sich enttäuscht fühlen. Die Neuordnung der Finanzmärkte mit Sicherungsmechanismen kommt nur schleppend voran. Immerhin begrüßten die Gipfelteilnehmer die Verschärfung der Eigenkapitalvorschriften (Basel III). Die von Deutschland propagierte Finanztransaktionssteuer fiel ein weiteres Mal durch. Vielleicht hat Merkel ja beim nächsten Mal, dann in Frankreich, mehr Glück.

Doch der Druck für Reformen schwindet mit jedem Monat der globalwirtschaftlichen Normalisierung. Vor anderthalb Jahren noch wollten die Staats- und Regierungschefs die Welt ökonomisch sicherer machen und schienen zu großen Schritten bereit. Nun befinden sie sich wieder im business-as-usual-modus, wird der politische Fortschritt zur Schnecke gemacht. Aber warum soll es auf der großen Weltbühne anders laufen als daheim?

5 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 22.11.2010, 16:57 UhrAnonymer Benutzer: shadow dancer

    Die Amis und die Chinesen machen ihre Währung auf Kosten
    des Euros weich, um die Schulden zu inflationieren !
    Ohne Griechenland + irland hätten wir ein Problem !
    Müssen wir uns jetzt bei denen bedanken ?

  • 13.11.2010, 15:14 UhrAnonymer Benutzer: Mutti vor Gutti

    die USA haben , um sich zu retten, den Euro zum Abschuß freigegeben, nach dem Motto es darf nur einen geben.

    Dannach soll der Dollar 2.0 Weltwährung werden + Mutti + Gutti nicken das ab.
    Auch der Lissabon Vertrag war eine zuarbeit zu dieser Situation.

    Jeder der klar denken kann wird das sehen.

    Da sich Europa nicht wehren wird

    Eine Weichwährung von Feds gnaden in der mit jeder Zahlung ein Tribut an die FED + israel fließt.

    So sieht die neue Welt ORdnung aus .

  • 13.11.2010, 15:09 UhrAnonymer Benutzer: Gutti vor Mutti

    die EZb s der EU-Länder sind vollgestopft mit Dollars bis zum platzen--das sieht da aus wie Dagobert Ducks Geldspeicher gefüllt mit Dollar-Noten + EU-Schuldverschreibungen, Versicherungen; bonds etc.
    Was wenn die USA abwerten um 30 % unfreiwillig , weil es die Märkte so wollen ?
    Dann ist der EZb Geldspeicher gleich 30 % weniger Wert.

    Was wenn die investoren in EU-Schrottpapiere kalte füsse bekommen und ihr Geld abziehen wie im Fall irland.

    Dann kommt zu der 30 % Dollarabwertung gleich nochmal eine 20 % EURO Abwertung dazu.

    Wird die EU so ein Doppelscenario verkraften können.

    ich denke nein !

    Man kann in der bRD schon mal einen sozialistischen Staat ausrufen wenn erst mal die Masse auf der Straße ist + enteignet wurde.

    Und Merkel und ihre Vassallen ?
    Hängt davon ab wie wütend die bürger sind.

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