G8-Gipfel: Volles Programm für die Mächtigen der Welt

G8-Gipfel: Volles Programm für die Mächtigen der Welt

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Nicolas Sarkozy begrüßt Angela Merkel.

von Silke Wettach

Beim Treffen im französischen Deauville werden Nordafrika, Kernkraft und die Neubesetzung des IWF-Chefpostens diskutiert. Konkrete Ergebnisse droht der Gipfel nicht zu liefern.

Die Gastgeber selbst hängen die Erwartungen niedrig. „Wir werden beim G-8-Gipfel die Welt nicht neu erschaffen“, sagt Henri Guaino, Sonderberater von Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy. Doch die Aktualität hat dem politischen Führungspersonal, das sich am Donnerstag und Freitag im normannischen Seebad Deauville trifft, eine volle Tagesordnung verschafft. Angesichts der Umbrüche in Nordafrika, der politischen Konsequenzen der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima und der Neubesetzung des Führungspostens beim Internationalen Währungsfonds (IWF) gibt es unter den Staats- und Regierungschefs tatsächlich erheblichen Diskussionsbedarf, wenn sie von 12.000 Polizisten bewacht zusammenkommen.

„Demokratie und Freiheit“, so heißt es in Paris, soll die Hauptbotschaft des Gipfels sein. Das ist eine freundliche Art, den nordafrikanischen Staaten zu sagen, dass sie nicht auf grenzenlose finanzielle Unterstützung hoffen können. Zumal die französische G8-Präsidentschaft im Vorfeld betont hat: „Deauville wird keine Geberkonferenz sein.“

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25 Milliarden für Ägypten und Tunesien

Am Freitag werden die G8 eine langfristige Partnerschaft mit Tunesien und Ägypten begründen. Die beiden Länder haben jeweils ihren Bedarf an finanzieller Unterstützung für die kommenden fünf Jahre auf 25 Milliarden Euro beziffert. Die EU hat am Mittwoch ihre neue Strategie für den Umgang mit ihren Nachbarländern vorgelegt. Doch wie viel Geld Europa den nordeuropäischen Ländern zur Verfügung stellt, ist nicht klar. Die EU bietet ihren Nachbarn bis Ende 3013 rund sieben Milliarden Euro an, darin sind aber auch Hilfen an osteuropäische Länder wie Georgien und Aserbaidschan inbegriffen. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso kündigte immerhin an, dass die europäische Investitionsbank Kredite über sechs Milliarden Länder für Nordafrika bereitsstellt.

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