Gefangenenaustausch: Palästinenser attackieren Sicherheitskräfte

Gefangenenaustausch: Palästinenser attackieren Sicherheitskräfte

, aktualisiert 19. Dezember 2011, 10:19 Uhr
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Palästinenser erwarten die freigelassenen Häftlinge am Rafah-Übergang nach Gaza.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Palästinenserorganisationen Hamas und Fatah und Israel haben ihren Gefangenenaustausch abgeschlossen - zuvor wurden israelische Sicherheitskräfte von palästinensischen Demonstranten angegriffen.

Tel AvivEinen für tausend: Israel hat am Sonntagabend 550 palästinensische Häftlinge freigelassen. Es handelte sich um die zweite Gruppe der insgesamt 1027 Palästinenser, die Israel im Austausch für den Soldaten Gilad Schalit freilassen musste. Schalit war vor zwei Monaten nach mehr als fünf Jahren Geiselhaft im Gazastreifen freigekommen.

505 Häftlinge wurden am späten Abend in Bussen über den Beitunia-Übergang in das Westjordanland gebracht. Weitere 41 Gefangene kehrten in den Gazastreifen zurück und zwei weitere nach Jordanien. Zwei weitere Gefangene kamen nach Ost-Jerusalem zurück. Bei den meisten handelt es sich um Mitglieder der Fatah-Organisation. In der ersten Phase des größten Gefangenenaustauschs seit einem Vierteljahrhundert waren vor allem Hamas-Mitglieder entlassen worden, von denen viele an tödlichen Anschlägen auf Israelis beteiligt waren. Am Beitunia-Übergang nahe Ramallah kam es am Sonntag zu Konfrontationen zwischen wartenden Angehörigen der Häftlinge und israelischen Soldaten. Dabei wurden nach Armeeangaben ein Soldat verletzt.

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Am Amtssitz des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas in Ramallah wurden die Gefangenen am späten Sonntagabend zu Freudenfeiern erwartet. Der palästinensische Häftlingsminister Issa Karaki äußerte sich allerdings enttäuscht und sagte, viele der Gefangenen hätten in den kommenden Monaten ohnehin ihre Haftstrafen abgesessen. „Hamas hätte der zweiten Gruppe genauso viel Aufmerksamkeit widmen müssen wie der ersten und es nicht Israel überlassen sollen, über die Freizulassenden zu entscheiden“, sagte er.

Quelle:  Handelsblatt Online
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