Gegenwind für Trump: Immer weniger Amerikaner für Aufhebung von Obamacare

Gegenwind für Trump: Immer weniger Amerikaner für Aufhebung von Obamacare

, aktualisiert 11. August 2017, 13:15 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Die Mehrheit der Amerikaner möchte Obamacare behalten. Laut einer Umfrage haben 52 Prozent eine positive Einstellung zum bestehenden System. Das sind neun Prozent mehr als bei Donald Trumps Wahlsieg.

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Vor dem Kapitol demonstrieren Amerikaner für den Erhalt von Obamas Krankenversicherung. Die Abschaffung von Obamacare ist seit der Einführung 2010 ein zentrales Versprechen der Republikaner. Bisher scheiterten jedoch alle Abstimmungen im Senat.

WashingtonIn den USA sind laut einer neuen Umfrage immer weniger Leute für eine Aufhebung der Gesundheitsreform von Ex-Präsident Barack Obama. 78 Prozent der Befragten sagten der überparteilichen Kaiser Family Foundation, die Regierung von Präsident Donald Trump solle sich stattdessen darauf konzentrieren, das bestehende Krankenversicherungssystem effektiver zu machen.

Die am Freitag veröffentlichte Umfrage wurde durchgeführt, nachdem die Republikaner zum bisher letzten Mal vergeblich versucht hatten, Obamacare in weiten Teilen aufzuheben. Die Partei ist sich uneinig, wie ein Ersatz aussehen könnte, und bekam deshalb bisher keine Mehrheit im Senat zustande, obwohl sie die Kongresskammer kontrolliert. Die Abschaffung von Obamacare ist seit der Einführung 2010 ein zentrales Versprechen der Republikaner.

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Laut der Umfrage haben mittlerweile allerdings 52 Prozent der Amerikaner eine positive Einstellung zum bestehenden System. Das sind neun Prozentpunkte mehr als noch beim Wahlsieg von Trump im November. Die meisten Befragten sprachen sich dafür aus, dass vor allem die Verkaufsplattformen für die Versicherungen reformiert werden sollen. Denn wegen der politischen Unsicherheit stiegen zuletzt die Prämien, oder Versicherer verkauften gar keine Policen mehr.

In der Umfrage erklärten auch 60 Prozent, Trump und seine Republikaner seien für sie für alle künftigen Probleme bei der Gesundheitsvorsorge verantwortlich, weil sie an der Regierung seien.

Quelle:  Handelsblatt Online
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