Geheimdienstmethoden: Mehrheit der US-Bürger findet CIA-Folter gerechtfertigt

Geheimdienstmethoden: Mehrheit der US-Bürger findet CIA-Folter gerechtfertigt

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US-Militär bereitet sich auf Unruhen nach Folterbericht vor.

Eine Mehrheit der US-Bürger befürwortet einer Umfrage zufolge die „erweiterten Verhörtechniken“ des Geheimdienstes CIA im Kampf gegen den internationalen Terrorismus.

Zu diesem Schluss kam eine am Montag (Ortszeit) veröffentlichte Umfrage des Pew Research Center. Bei der Befragung von 1001 Amerikanern gaben 51 Prozent an, die harschen Methoden seien gerechtfertigt. 29 Prozent sagten, sie seien übertrieben, während 20 Prozent keine Meinung dazu hatten. Ferner gaben 56 Prozent an, man habe dadurch wichtige Erkenntnisse erhalten, die dazu beitrugen, weitere Terroranschläge zu verhindern. 28 Prozent meinten, dies sei nicht der Fall gewesen. Laut einem vergangene Woche veröffentlichten Bericht des US-Senats gehörten zu den angewendeten Methoden unter anderem das berüchtigte „Waterboarding“ (simuliertes Ertränken) und der Zwang, in schmerzhafter Stellung auszuharren. Kritiker sprechen bei den zwischen 2002 und 2009 eingesetzten Methoden von Folter.

Diese Methoden der CIA sind mehr als unmenschlich: Einem Bericht zufolge hat der Geheimdienst Verdächstige auf schlimmste Art und Weise gefoltert und auch Scheinhinrichtungen vorgenommen.

Zu den Verhörpraktiken zählten neben tagelangem Schlafentzug für die Häftlinge auch Schläge. Die Gefangenen sollen gegen Wände geschlagen, mit Wasser übergossen, in kleinen Boxen eingesperrt worden und über eine verlängerten Zeitraum isoliert worden sein. Zudem seien sie mit dem Tode bedroht worden. Viele hätten psychologische Probleme davongetragen. Die CIA habe die Nation mit der Behauptung betrogen, die harten Verhörmethoden hätten Leben gerettet. US-Präsident Barack Obama nannte die Methoden „brutal“, „falsch“, „kontraproduktiv“ und „konstituierte Folter“. Der Bericht entkräfte das Hauptargument der Befürworter, wonach die grausamen Methoden geholfen hätten, Terroranschläge auf US-Einrichtungen zu verhindern.

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Hayden nannte den Bericht eher einen Anklageroman als ein historisches Dokument. Die Geheimdienste hätten nach dem 11. September 2001 hart gearbeitet, um weitere Angriffe auf die USA abzuwehren. Er habe empfohlen, den Kongress über ihr Vorgehen zu informieren. Ziel sei gewesen, dass „diese Leute Teil des Spiels sind“. Gefragt, ob die Amerikaner das Recht hätten, über diese Verhörmethoden empört zu sein, sagte Hayden dem Fernsehsender NBC, es sei wahrscheinlich gut, dass sie wüssten, welche Anstrengungen die CIA für sie auf sich genommen habe. Brennan räumte ein, die CIA habe Fehler gemacht und daraus gelernt. Die gewalttätigen Techniken hätten aber Geheimdienstinformationen produziert, „die dabei halfen, Anschlagspläne zu durchkreuzen, Terroristen gefangen zu nehmen und Leben zu retten“.

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