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Generalstreik: Gewerkschaften legen Griechenland lahm

von Tim Rahmann

Zehntausende Griechen sind erneut dem Aufruf der Gewerkschaften gefolgt und gegen die Sparpläne auf die Straße gegangen. Busse und Bahnen stehen still, Banken sind geschlossen. Ministerpräsident Giorgos Papandreou steht unter Druck - und verliert auch im Parlament an Unterstützung.

Tausende Demonstranten sind Quelle: REUTERS
Tausende Demonstranten sind auf den Straßen Athens. Quelle: REUTERS

Busse und Bahnen stehen still, viele Banken, Ministerien und staatliche Unternehmen sind geschlossen, Radiosender und Fernsehanstalten fahren Notprogramme: In Griechenland werden weite Teile des öffentlichen Lebens erneut bestreikt. Die beiden größten Gewerkschaftsverbände hatten zu den Protesten aufgerufen, mehrere tausend Menschen folgten dem Aufruf schon in den frühen Morgenstunden.

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Die Arbeitnehmervertreter machen Stimmung gegen den Sparkurs der Regierung. Sie geben sich selbstbewusst und angriffslustig. Denn sie wissen nicht erst seit heute: die Bevölkerung steht hinter ihnen im Ringen mit der Regierung von Ministerpräsident Giorgos Papandreou um den Weg aus der Krise.

Sparpaket bis Ende Juni

Papandreou hat sich an Europa gebunden. Er setzt auf weitere Finanzhilfen der EU und des Internationalen Währungsfonds. Um neue Kredite zu bekommen, muss er noch in diesem Monat ein 28 Milliarden Euro schweres Sparpaket für die Jahre 2012 bis 2015 durch das Parlament bringen, am 30. Juni soll darüber abgestimmt werden. Das sieht Steuererhöhungen und weitere Privatisierungen von Staatsbesitz vor. Dagegen wehren sich die Demonstranten, auch physisch.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 15.06.2011, 23:25 UhrFred Feuerstein

    Welchen Sinn macht es einem Land zu helfen, das nicht zu retten ist? Wenn erst Länder wie Frankreich und Deutschland ins Trudeln kommen nimmt die Geschichte ihrem Lauf, unaufhaltsam. ich denke, auch die USA sind schon über disem Punkt hinweg.

  • 15.06.2011, 17:02 Uhraufwachen

    wenn man sieht, wie z.b. Portugal bei weit weniger prekärer Situation in vergleichsweise grosser Einigkeit von bevölkerung und Parteien hinter den Sparmassnahmen steht, dafür aber zu mittlerweile schlechteren Konditionen (Zinsatz,Laufzeit) unterstützt werden, kommt man zu dem Schluss, das in Europa der mit der grösseren Chuzpe und lauterem Geschrei sich besser steht. Das ist Moral Hazard der zum Untergang der EU führen wird.

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