Generalstreik: Gewerkschafter wollen Italien lahmlegen

Generalstreik: Gewerkschafter wollen Italien lahmlegen

, aktualisiert 12. Dezember 2011, 07:26 Uhr
Bild vergrößern

Anti-Banken-Proteste in Rom.

Quelle:Handelsblatt Online

24 Milliarden Euro will Italiens Ministerpräsident Mario Monti einsparen, um das Vertrauen der Märkte zurückzugewinnen. Doch der Widerstand im eigenen Land wächst. Heute kommt es zum Generalstreik.

RomIn Italien halten die Gewerkschaften an dem für den heutigen Montag ausgerufenen Generalstreik fest. Nach Gesprächen mit Ministerpräsident Mario Monti sagte die Generalsekretärin des größten Gewerkschaftsbundes CGIL, Susanna Camusso, dass der Streik wie geplant stattfinde, da Monti nur eine „allgemeine“ Bereitschaft signalisiert habe, die Forderungen der Gewerkschaften zu prüfen.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft CISL, Raffaele Bonanni, sagte, die Gewerkschaften seien mit Monti zwar einer Meinung, dass Italien mit einer „schweren“ Krise konfrontiert sei. Doch die Sparmaßnahmen müssten ausgewogener sein, erklärte er.

Anzeige

Monti hatte sich am Sonntagabend in Rom mit den Chefs der drei großen Gewerkschaften CGIL, CISL und UIL getroffen. Bei dem informellen Treffen warb der Regierungschef für das Spar- und Reformpaket, das Monti bis Weihnachten durchs Parlament bringen will.

Die Gewerkschaften leisten heftigen Widerstand gegen die Milliarden-Maßnahmen, vor allem gegen eine geplante Rentenreform und die Wiedereinführung einer Immobiliensteuer. Die Arbeitnehmervertreter verlangen von dem Ministerpräsidenten, die Hauptlast seines Maßnahmenbündels gerechter zu verteilen. Ihrer Meinung nach sind vor allem Arbeiter und Rentner von den Sparmaßnahmen betroffen.

Ministerpräsident Monti, der 68-jährige Nachfolger des umstrittenen Silvio Berlusconi, hatte vor einer Woche im Schnellverfahren ein 24 Milliarden Euro großes Sparpaket auf den Weg gebracht, um das hoch verschuldete Italien aus dem Visier der Finanzmärkte zu bringen. EU, USA und nicht zuletzt die Finanzmärkte reagierten in den vergangenen Tagen positiv auf Montis Pläne.

Italien hat nach Griechenland den höchsten Schuldenstand der Eurozone, gemessen an der Wirtschaftsleistung, und sitzt auf einem Schuldenberg von circa 1,9 Billionen Euro.

Quelle:  Handelsblatt Online
Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%