Geschäftsreisen: China kritisiert deutsche Visa-Restriktionen

Geschäftsreisen: China kritisiert deutsche Visa-Restriktionen

China ist verärgert über die Hürden, die Deutschland bei der Erteilung von Visa für Geschäftsleute aus dem Reich der Mitte aufstellt.

Der chinesische Botschafter in Berlin, Wu Hongbo, sagte der WirtschaftsWoche, es sei schwierig, ein Geschäftsvisum für Deutschland zu bekommen. Viele chinesische Unternehmer würden gern nach Deutschland fahren und mit hiesigen Unternehmen verhandeln. Oft sei der Termin aber schon vorbei, so Wu, bis das Visum komme.

Laut WirtschaftsWoche müssen chinesische Geschäftsreisende ihre Kontoauszüge der letzten drei bis sechs Monate, Steuerbescheide, Sozialversicherungsnachweise und ihr „Hukou“ genanntes Familienbuch mit Stammbaum im Original und in Kopie persönlich bei der deutschen Botschaft in Peking vorbeibringen, um ein Visum zu beantragen. Nach Meinung des chinesischen Botschafters Wu ist die restriktive Visa-Vergabe ein Grund dafür, dass die chinesischen Investitionen in Deutschland noch unter einer Milliarde Euro liegen, während sich die deutschen Investitionen in China umgekehrt auf 14 Milliarden Euro belaufen.

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Wie die WirtschaftsWoche berichtet, haben die deutschen Vertretungen in China allein in den ersten neun Monaten 2010 insgesamt 106 937 Geschäftsvisa ausgestellt. Umgekehrt erteilten die Chinesen 2010 (hier liegen die Zahlen fürs ganze Jahr bereits vor) 51 485 Visa für deutsche Geschäftsleute.

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