Gewalt in Myanmar: Schon 370.000 geflüchtete Rohingya in Bangladesch

Gewalt in Myanmar: Schon 370.000 geflüchtete Rohingya in Bangladesch

, aktualisiert 12. September 2017, 14:39 Uhr
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Bangladeschs Premierministerin Sheikh Hasina (M.) trifft sich im Kutupalong Flüchtlingslager in Ukhia (Bangladesch) mit aus Myanmar geflüchteten Rohingya.

Quelle:Handelsblatt Online

Vor der Gewalt in Myanmar sind bereits mehr als 370.000 Menschen ins benachbarte Bangladesch geflohen. Jeden Tag kommen laut Uno tausende weitere Flüchtlinge hinzu. Die Uno wirft Myanmar ethnische Säuberungen vor.

GenfDie Zahl der Flüchtlinge in Bangladesch nimmt rasant zu. Vor der Gewalt im benachbarten Myanmar waren bis Dienstag in weniger als drei Wochen schon 370.000 Menschen geflohen, wie das Uno-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) am Dienstag berichtete. Am Montag war noch von 313.000 Flüchtlingen die Rede. Die Zahl der Flüchtenden sei nicht über Nacht dramatisch gestiegen. Vielmehr hätten die Hilfsorganisationen einen besseren Überblick, nachdem sie auch abgelegene Dörfer besucht und entdeckt hätten, das auch dort tausende Flüchtlinge angekommen waren. Jeden Tag kämen tausende weitere Menschen über die Grenze.

Die muslimische Minderheit der Rohingya wird in Myanmar verfolgt. Die Regierung des buddhistischen Landes in Südostasien erkennt sie nicht als Staatsbürger an, obwohl sie teils seit Generationen dort leben. Buddhistische Mönche schüren den Hass der Bevölkerung mit Warnungen vor einer muslimischen Verschwörung gegen ihre Kultur.

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Vor der jüngsten Flüchtlingswelle wurde die Zahl der Rohingya auf etwa eine Million geschätzt. Die Welle der Gewalt begann am 25. August nach Überfällen von Rohingya-Extremisten auf Sicherheitskräfte. Geflohene berichten, ihre Dörfer seien niedergebrannt worden und es sei auf sie geschossen worden. Der Uno-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, sprach von „ethnischen Säuberungen“.

Myanmar war bis 2011 eine Militärdiktatur. Nach einer Übergangsregierung aus pensionierten Militärs regiert jetzt Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi.

Quelle:  Handelsblatt Online
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