Gewalt in Syrien: Erneut Tote bei Protesten gegen Assad

Gewalt in Syrien: Erneut Tote bei Protesten gegen Assad

, aktualisiert 18. November 2011, 20:22 Uhr
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In Syrien sind erneut Demonstranten von Sicherheitskräften getötet worden.

Quelle:Handelsblatt Online

Bei Protesten gegen den syrischen Machthaber Baschar al-Assad haben Sicherheitskräfte erneut elf Menschen erschossen. Frankreich und die Türkei forderten, den Druck auf das Regime in Damaskus zu erhöhen.

Amman/AnkaraIn Syrien haben Sicherheitskräfte nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten mindestens elf Demonstranten erschossen. In den Städten Homs, Deraa, Hama und in einem Vorort der Hauptstadt Damaskus hätten Milizen im Anschluss an die Freitagsgebete Kundgebungen gegen Präsident Baschar al-Assad gewaltsam aufgelöst und in die Menge gefeuert. Unter den erschossenen Regierungsgegnern war Menschenrechtlern zufolge auch ein 14-Jähriger. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind seit Beginn der Unruhen vor acht Monaten rund 3500 Menschen getötet worden.

Frankreich und die Türkei fordern wegen des gewaltsamen Vorgehens gegen die syrische Opposition stärkeren Druck auf die Führung in Damaskus. Der französische Außenminister Alain Juppe äußerte am Freitag Zweifel an einer positiven Reaktion Syriens auf die Initiative der Arabischen Liga zur Beendigung des Blutvergießens. Sein türkischer Kollege Ahmet Davutoglu sagte auf der gemeinsamen Pressekonferenz in Ankara, der Druck müsse erhöht werden.

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Juppe erklärte sich zur Zusammenarbeit mit der syrischen Opposition bereit. Er wandte sich gegen eine einseitige Intervention, schloss aber weitergehende Schritte nicht grundsätzlich aus. Diese müssten jedoch von den Vereinten Nationen gedeckt sein.

Am Mittwoch hatte Frankreich als Reaktion auf die jüngste Gewalt in Syrien seinen Botschafter aus Damaskus abberufen. Mit der Unterstützung arabischer Länder streben Deutschland, Frankreich und Großbritannien eine Verurteilung Syriens durch die Vereinten Nationen wegen der seit Monaten anhaltenden Gewalt gegen Oppositionelle an.

Die Arabische Liga reagierte auf die anhaltende Gewalt gegen die Zivilbevölkerung mit einem zeitweiligen Ausschluss Syriens und setzte der Führung in Damaskus für die Umsetzung des Friedensplan ein Ultimatum bis Samstag. Sollten die Vorgaben, die unter anderem einen Rückzug des Militärs aus mehreren Widerstandshochburgen vorsehen, nicht eingehalten werden, droht die Organisation mit Sanktionen.

Der französische Öl-Konzern Total teilte mit, die syrische Regierung habe alle Zahlungen an den Multi eingestellt. Die Ölproduktion in Syrien sei leicht zurückgegangen, der Export fast zum Erliegen gekommen. Die sei ein weiteres Indiz dafür, dass die Sanktionen der Europäischen Union und der USA zu wirken beginnen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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