Gipfeltreffen: Kim Jong Un offen für Gespräch mit Südkorea

Gipfeltreffen: Kim Jong Un offen für Gespräch mit Südkorea

Nordkoreas Führer hat sich in seiner Neujahrsansprache offen für ein Gipfeltreffen mit der südkoreanischen Präsidentin Park Geun Hye gezeigt. Es gebe keinen Grund, warum es nicht zu einer solchen Zusammenkunft kommen sollte.

So etwas hat es im Verhältnis der verfeindeten koreanischen Staaten erst zwei Mal gegeben: ein Treffen auf höchster Ebene. Kim Jong Un zeigt Bereitschaft dazu. Aber Südkoreas Staatschefin will dann auch über das Reizthema schlechthin reden. Als Geste des guten Willens hat sich Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zu einem Treffen mit der südkoreanischen Präsidentin Park Geun Hye im neuen Jahr bereit erklärt. Pjöngjang wolle sich mit allen Kräften um eine Verbesserung der innerkoreanischen Beziehungen bemühen, verkündete Kim am Donnerstag in einer von den Staatsmedien übertragenen Neujahrsansprache.

Die bisherigen Machthaber Nordkoreas

  • Kim Il-sung

    Kim Il-sung führte das Land von 1948 bis zu seinem Tod 1994 mit einer eigenen Ideologie, die Nordkorea von anderen Staaten abschottete.Er gilt als der Staatsgründer Nordkoreas und wird bis heute als "Ewiger Präsident" verehrt. Sein Sohn Kim Jong-il wurde systematisch als Nachfolger aufgebaut.

  • Kim Jong-il

    Während sein Vater als "Ewiger Führer" verehrt wurde, schreibt die nordkoreanische Propaganda ihm die Attribute "geliebter Führer" und "Sonne des 21. Jahrhunderts" vor. Durch seinen frühen Tod 2011 herrschte er nur 17 Jahre über Nordkorea und machte das Land währenddessen zu einer Atommacht. Überraschend wurde erst ein Jahr vor dem Tod sein drittgeborener Sohn als Nachfolger präsentiert.

  • Kim Jong-un

    Als "Geliebter Führer" wird in der nordkoreanischen Propaganda dargestellt - und er hat mit nur 30 Jahren die Geschäfte in Nordkorea übernommen. Anders als sein Vater konnte er nicht als Nachfolger aufgebaut werden und muss sich seinen Platz in der nordkoreanischen Politik erst erkämpfen: Das macht er, in dem er sich durch hartes Auftreten auszeichnet, aber auch offen Fehler zugibt.

Es gebe keinen Grund, nicht „Gespräche auf höchster Ebene“ zu führen. Kims Vorstoß folgte drei Tage nach einem Vorschlag Südkoreas zu neuen Annäherungsgesprächen mit dem Nachbarland auf Ministerebene. Eine konkrete Antwort des kommunistischen Regimes in Pjöngjang auf den Vorschlag blieb bisher aus.

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Kim bekräftigte zugleich, Nordkorea wolle seine militärischen Fähigkeiten weiter ausbauen und die Wirtschaft fördern. Kim ist seit drei Jahren an der Spitze des verarmten, aber hoch gerüsteten Staates. Seit der Teilung der koreanischen Halbinsel vor 70 Jahren gab es bisher nur zwei Treffen auf höchster Ebene zwischen Süd- und Nordkorea - in den Jahren 2000 und 2007. Park hatte sich mehrmals zu einem Treffen mit Kim bereiterklärt. Allerdings bekräftigte sie immer wieder, dass es dabei auch um die Beseitigung der Atomwaffen Nordkoreas gehen müsse. Noch vor zwei Wochen hatte das Regime in Pjöngjang als Reaktion auf den Vorwurf gravierender Menschenrechtsverstöße mit dem Bau weiterer Atomwaffen gedroht.

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