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Golf-Emirat: Investoren haben Angst vor dem nächsten Dubai

von Hans Jakob Ginsburg

Ein großer Baukonzern aus Dubai zahlt auf seine Anleihen keine Zinsen mehr - und die internationale Finanzwelt gerät ins Ziittern: Ist das der Auftakt zur Weltfinanzkrise 2.0 - oder doch nur ein Warnschuss für Investoren, die sich an Hochglanzbroschüren orientalischer Immobilienentwickler begeisterten?

Rennkamele vor der Skyline von Quelle: AP
Rennkamele vor der Skyline von Dubai Quelle: AP
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Wird der Absturz des Wirtschaftswunderländchens Dubai eine Domino-Reaktion auslösen: Erst kippen die Golfstaaten, dann Schwellenländer in aller Welt - und am Ende leiden die von der Finanzkrise schon geschwächten Ökonomien der Industrieländer? Die Möglichkeit besteht, auch wenn sich die Börsen erst einmal beruhigt haben und deutsche Exporteure weiter mit guten Geschäften am Golf rechnen.

Die Dubai-Krise zeigt aber vor allem, wie leicht sich spekulatives Kapital auf extrem dubiose Projekte einlassen kann. Der Staatskonzern aus Dubai kann nicht mehr zahlen, weil die absurde Immobilienblase in dem Emirat geplatzt ist. Bauten für 360 Milliarden Dollar wurden in Dubais Boomjahren im Wortsinn in den Sand gesetzt. Am Gipfelpunkt der Blase hatten sie einen Marktwert von ungefähr 500 Milliarden Dollar - heute ist es vielleicht noch die Hälfte.

Was aber die Finanzwelt besonders besorgt: Der Emir von Dubai weigert sich, staatliche Mittel zur Entschuldung seiner Unternehmen einzusetzen. Selbst wenn Dubai sich jetzt vom benachbarten Emirat Abu Dhabi aus der Patsche ziehen lässt, schauen Anleger und Analysten jetzt besorgt auf die vielen hoch verschuldeten Volkswirtschaften der Welt und fragen sich, wer das nächste Dubai sein wird. Ein anderes arabisches Land im Zuge eines Dominoeffekts? Eines der hoch verschuldeten Länder in Lateinamerika? Oder gar ein europäischer Staat wie Lettland oder Griechenland?

Die Geschichte von den tollkühnen Geschäften eines Scheichs, dem früheren Leichtsinn und der heutigen Angst vieler Kapitalanleger und den weltwirtschaftlichen Folgen des Störfalls Dubai lesen Sie ab kommendem Montag in der WirtschaftsWoche.

5 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 22.05.2010, 20:10 UhrAnonymer Benutzer: Luder

    @ OPA

    sehr schlichtes Gemüt und nur immer "ich bin ::::::::::"

  • 07.12.2009, 18:05 UhrAnonymer Benutzer: Opa

    Lavcadio wo man hinschaut. Auch hier WiEDER MAL nur abgeschrieben von helft-uns (auch wenn es nur der letzte Satz ist). Lavcadio sie haben wirklich nichts drauf, aber dafür rühmen sie sich gewaltig damit.

  • 05.12.2009, 20:50 UhrAnonymer Benutzer: Dirk Schwarz

    Die Kaupthing-Sparer waren keine Spekulanten. Das waren TAGES- und FESTGELD-Konten. Schade, dass viele Menschen so viel Mist verzapfen, ohne über die Hintergründe bescheid zu wissen. Über die banken, die Gelder für 1% vom Staat bekommen und gleichzeitig dem Mittelstand das Wasser abgraben mit horrenden Zinsen verliert keiner ein Wort. Diese banken haben das Chaos verursacht, weil sie den Hals nicht voll kriegen.

    Dirk Schwarz für http://kaupthing-edge.helft-uns.de

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