Griechenland-Krise: Finanzminister will „ehrlichen Kompromiss“

Griechenland-Krise: Finanzminister will „ehrlichen Kompromiss“

, aktualisiert 12. Dezember 2016, 16:09 Uhr
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Der griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos ist seit Juli 2015 im Amt. Er fordert einen Wiederanschluss Griechenlands an den Kapitalmarkt. Bis Frühjahr 2017 möchte er, dass die EZB auch griechische Staatsanleihen aufkauft.

Quelle:Handelsblatt Online

Im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters fordert der griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos, dass die EZB auch griechische Anleihen kaufen sollte. Außerdem soll der Streit über Reformen zügig beendet werden.

AthenGriechenland will den Streit mit seinen europäischen Gläubigern um Reformen beilegen und setzt dabei auf einen „ehrlichen Kompromiss“. Finanzminister Euklid Tsakalotos sagte der Nachrichtenagentur Reuters in einem Montag veröffentlichten Interview, ein Deal könnte dazu führen, dass Griechenland anders als bisher am Anleihenkaufprogramm der EZB teilnehmen könnte. Sollte dies bis Frühjahr 2017 der Fall sein, könnte Griechenland mit der Ausgabe von Schuldpapieren die Rückkehr an die Finanzmärkte testen.

Griechenland hängt am Finanztropf seiner Euro-Partner und ringt um Reformen als Gegenleistung für die Milliarden-Hilfen. „Die griechische Redensart lautet 'Wasser in den Wein gießen'“, sagte Tsakalotos. Er möge diesen Ausdruck zwar nicht, „weil ich nicht will, dass mein Wein verwässert wird.“ Der Minister betonte aber: „Sie wissen, was ich meine: Es geht darum, einen ehrlichen Kompromiss zu finden.“

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Griechenland steckt bereits im dritten Rettungsprogramm. Dieses umfasst bis zu 86 Milliarden Euro. Umstritten ist derzeit der Abschluss der zweiten Reformüberprüfung. Erst wenn dies über die Bühne ist, will der Internationale Währungsfonds entscheiden, ob er sich am laufenden Programm beteiligt. Tsakalotos plädierte dafür, die Überprüfung zu beenden. Sonst könnte sich dies negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung und eine frühe Rückkehr an die Märkte auswirken. „Ich kann keine Logik darin erkennen, zu Verunsicherung und Verzögerung zurückzukehren.“

Derzeit ist Griechenland nicht Teil des milliardenschweren Kaufprogramms der Europäischen Zentralbank (EZB). Grund dafür ist unter anderem, dass noch geprüft werden muss, ob die Schulden des Euro-Landes tragfähig sind. Konkret heißt dies, ob die Regierung in Athen langfristig ihre Verbindlichkeiten aus eigener Kraft zurückzahlen kann.

Quelle:  Handelsblatt Online
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