Griechenland-Krise: Troika gibt grünes Licht

Griechenland-Krise: Troika gibt grünes Licht

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Griechenland verfehlt seine Sparziele

Die Troika hat ihren Griechenlandbesuch abgeschlossen: Obwohl sie gelbe Karten verteilt hat, gibt sie ihr Okay. Die Griechen bekommen die nächste Kredittranche in Höhe von acht Milliarden. Mehr sparen müssen sie trotzdem.

Aufatmen in Griechenland: Die sogenannte Troika, Experten der Europäischen Zentralbank EZB, der EU und des Internationalen Währungsfonds IWF, haben ihre erneuten Kontrollen in Griechenland beendet. Sie geben grünes Licht für die nächste Kredittranchen in Höhe von acht Milliarden Euro. Würde das Land das Geld nicht bis Mitte November bekommen, könnte es seine Rechnungen nicht mehr bezahlen. Vom Bericht der Expertenkommission hing alles ab.

Griechen trödeln mit dem Sparprogramm

Es war nicht das erste Mal, dass die Hellenen Besuch von der Troika bekamen. Trotzdem schienen sie die Sparprogramme nicht Ernst genug genommen zu haben. Laut der Athener Presse, werde dieser Bericht der Troika „viele gelbe Karten" enthalten. Wie die Athener Zeitung „Kathimerini" berichtete, sollen die Kontrolleure festgestellt haben, dass das Haushaltdefizit nicht wie geplant bis Jahresende auf 7,6 Prozent der Wirtschaftsleistung reduziert sein wird. Stattdessen gehen die Experten von neun Prozent aus. Außerdem gehe die Reduzierung des Beamtenapparats und die geplanten Privatisierungen nicht schnell genug voran.

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In ihrer Erklärung sagen die Mitglieder der Troika auch, dass die Ziele für das Jahr 2011 jedoch "nicht mehr in Reichweite“ seien. Außerdem müssen die Griechen für 2013 bis 2014 zusätzliche Sparmaßnahmen ergreifen. Das Geld gibt es trotzdem. Die Experten erwarten die nächste Kreditauszahlung Anfang November.

Schuldenschnitt von mehr als 60 Prozent

Weil das Land einfach nicht aus seinen Schulden herauszukommen scheint, spricht Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker sogar schon mit deutlichen Worten von einem Schuldenschnitt. Mehr als 60 Prozent hält er für denkbar. Der Staatsbankrott eines Landes der Euro-Zone müsse mit "aller Gewalt verhindert werden", sagte er.

Der vollständige Bericht der Troika soll zum nächsten EU-Gipfel am 23. Oktober vorliegen, damit ihn die Euro-Finanzminister und der IWF noch absegnen können.

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