Großbritannien vor der Wahl: Ukip feuert Kandidaten wegen Rassismus

Großbritannien vor der Wahl: Ukip feuert Kandidaten wegen Rassismus

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Ein Direktkandidat brachte die rechtspopulistische UK Independence Party (Ukip) in die Bredouille - mit Konsequenzen

Kurz vor der britischen Parlamentswahl hat sich die rechtspopulistische UK Independence Party (Ukip) von ihrem Direktkandidaten getrennt. Robert Blay hatte gedroht, einen Kandidaten mit asiatischen Wurzeln zu erschießen.

„Wenn dieser Typ jemals unser Premierminister wird, knalle ich ihn höchstpersönlich ab“, hatte Robert Blay, der UKIP-Kandidat für den Nordosten von Hampshire, über seinen Konkurrenten Ranil Jayawardena gesagt.

Dessen Vorfahren stammen aus Sri Lanka. Jaywardena kandidiert bei der Parlamentswahl an diesem Donnerstag für die konservative Partei des amtierenden Premierministers David Cameron.

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Er werde Jayawardena dann eine Kugel zwischen die Augen verpassen, sagte Blay, der früher selbst Mitglied der Konservativen (Tories) war. Er fügte hinzu: „Du bist nicht britisch genug, um in unserem Parlament zu sitzen.“ Die Tageszeitung „Mirror“ veröffentlichte ein Video auf ihrer Internetseite.

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Euro-Skeptiker und Ukip-Chef Nigel Quelle: dpa Picture-Alliance

Der Wahlkreis ist traditionell fest in Tory-Hand. Bei der letzten Wahl im Jahr 2010 zog der konservative Kandidat mit knapp 61 Prozent der Stimmen ins Parlament in Westminster ein. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass Jayawardena das Mandat gewinnt.

„Da wird mir schlecht“, sagte Blay. „Aber ich habe schon immer gesagt: In meinem Wahlkreis könntest Du einen Affen mit einer blauen Schleife aufstellen und er würde gewinnen.“ Blau ist die Farbe der Tories.

Blay wurde unmittelbar nach Bekanntwerden der Drohungen aus der Partei ausgeschlossen. Der wirtschaftspolitische Sprecher von UKIP, Patrick O'Flynn, verurteilte die Aussagen am Mittwoch in der letzten UKIP-Pressekonferenz vor der Wahl an diesem Donnerstag als „abscheulich“. Die Partei, die am rechten Rand fischt und sich für die Begrenzung der Einwanderung und den EU-Austritt Großbritanniens stark macht, dulde derartige Ansichten in den eigenen Reihen nicht.

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Suzanne Evans, Mitglied im Parteivorstand, betonte allerdings, dass auch andere Parteien Probleme mit Rassismus oder anderen Verfehlungen ihrer Mitglieder hätten. Das mache nur nie Schlagzeilen. „Die einen Maßstäbe gelten für sie - die anderen für uns.“ Der Parteivorsitzende, EU-Parlamentarier Nigel Farage, hat Rassismus-Vorwürfe gegen seine Partei stets bestritten.

Die Rechtspopulisten von UKIP könnten laut Schätzungen bei der Wahl am Donnerstag landesweit bis zu 15 Prozent der Stimmen, aber höchstens eine Handvoll Sitze im Parlament bekommen.

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