Hamas-Funktionär: Israel und Hamas einigen sich auf Waffenruhe

Hamas-Funktionär: Israel und Hamas einigen sich auf Waffenruhe

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Hamas und Israel sollen sich auf eine neue Waffenruhe geeinigt haben.

Die Hamas hat sich mit Israel auf eine verlängerte Waffenruhe geeinigt. Das sagte ein ranghoher Hamas-Funktionär am Dienstag.

Israel hat erneut Hochhäuser im Gazastreifen angegriffen. Am Dienstag habe die Luftwaffe ein 15-stöckiges Haus mit Wohnungen und Büros dem Erdboden gleichgemacht, teilte die Polizei in Gaza mit. Ein weiteres Hochhaus mit 72 Appartements und 60 Geschäften sei schwer beschädigt worden. Bei den Angriffen seien 25 Menschen verletzt worden. Die Zahl der seit Samstag bei Luftangriffen fast oder ganz zerstörten Hochhäuser in Gaza stieg damit auf fünf.

In dem jüngst zerstörten Gebäude waren unter anderem die Büros des palästinensischen Ministeriums für Wohnungsbau untergebracht, dazu Wohnungen und ein Einkaufszentrum, wie es hieß. Nachdem Israel zur Warnung eine Rakete abgefeuert habe, sei der Komplex geräumt worden. Bei einem darauffolgenden Luftangriff fiel das Hochhaus in sich zusammen. Es handelte sich um das größte Gebäude in Gaza-Stadt, das seit Beginn der Gefechte zwischen Israel und der Hamas beschädigt wurde. Auch die Einwohner des zweiten Hochhauses wurden vor dem Angriff gewarnt. Dem 38-jährigen Ingenieur Neal Mussa gelang es gerade noch, seine 70 Jahre alte Mutter und seine vier Kinder in Sicherheit zu bringen. Er sei mit dem Auto kaum 300 Meter weit gekommen, als eine israelische Bombe in dem Haus einschlug. „Ich bin jetzt obdachlos geworden, nichts kann die Furcht meiner Kinder lindern“, sagte er.

Israel teilte mit, es habe Ziele angegriffen, die in Verbindung mit den Extremisten stünden, erwähnte die Hochhäuser aber nicht explizit. Das Land wirft der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas vor, häufig von zivilen Orten aus zu operieren. Israel flog nach eigenen Angaben am Dienstag 15 Luftangriffe. Bei der Bombardierung eines weiteren Hauses in Gaza-Stadt wurden nach Polizeiangaben zwei Menschen getötet. Dem Roten Kreuz zufolge nahmen israelische Panzer außerdem Schidschaija östlich von Gaza-Stadt unter Beschuss. Dabei wurden zwei Menschen getötet und drei verletzt. Zugleich warf Israel der Hamas vor, acht Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert zu haben. Eine von ihnen habe ein Haus in der Stadt Aschkelon getroffen und mehr als zwölf Menschen leicht verletzt.

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Bis zum Wochenende hatte Israel Hochhäuser in Gaza zwar angegriffen, aber nicht zum Einsturz gebracht. Warum diese Taktik geändert wurde, teilte das Militär nicht mit. In den Gebäuden wohnten Angehörige der Mittelklasse, unter anderem Angestellte und Mitarbeiter der Behörden. Diesen ist das Schicksal ärmerer Palästinenser bislang erspart geblieben, die in dem siebenwöchigen Krieg bereits zu Zehntausenden ihre Wohnungen verloren haben. Israel könnte mit seinen Angriffen auf wohlhabendere Einwohner versuchen, die Hamas zu Zugeständnissen bei Waffenstillstandsverhandlungen zu zwingen. Der Politikwissenschaftler Mchaimar abu-Sada von der Al-Ashar Universität in Gaza sagte: „Einige Leute werden sich jetzt fragen, warum Hamas während der ersten Woche der Kämpfe keinen Waffenstillstandsvorschlag akzeptiert hat, als die Zerstörungen noch relativ gering waren.“

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