Quelle: ReutersÖlraffinerie: Großbritannien bezieht ein Prozent seiner Ölimporte aus dem Iran, und damit 11.000 Barrel pro Tag.
Quelle: dpaÖlfässer in Hamburg: Auch Deutschland stillt ein Prozent seines Öldurstes mit iranischen Importen. Hier entspricht das 17.000 Barrel pro Tag.
Quelle: dpaEine Shell-Ölraffinerie in Rotterdam: Ihren Bedarf an Rohöl decken die Niederlande zu zwei Prozent mit iranischen Importen, was einer Menge von 33.000 Barrel pro Tag entspricht.
Quelle: dpa-dpawebDas Logo von Total. Frankreich importiert bisher vier Prozent seines Rohöls aus dem Iran. Das entspricht 49.000 Barrel pro Tag.
Quelle: ReutersBenzinpumpen an einer Tankstelle in Spanien: Das Land deckt 13 Prozent seines Ölbedarfs aus Iran-Importen. In Barrel pro Tag macht das 137.000.
Quelle: APDas Logo des italienischen Tankstellennetzes Agip: Ebenfalls zu rund 13 Prozent deckt Italien seinen Ölbedarf mit Importen aus dem Iran. Das bedeutet 183.000 Barrel pro Tag.
Quelle: dapdGriechische Fahnen vor der Akropolis: Unter den EU-Staaten deckt Griechenland den größten Teil seines Bedarfs mit Ölimporten aus dem Iran - nämlich rund 14 Prozent.
Ölraffinerie: Großbritannien bezieht ein Prozent seiner Ölimporte aus dem Iran, und damit 11.000 Barrel pro Tag.
Massendemonstrationen todesmutiger Regimegegner, blanker Terror von Armee und Geheimdiensten gegen unbewaffnete eigene Landsleute, inzwischen wahrscheinlich auch bewaffnete Gegenschläge von Aufständischen, Tausende von Toten, wahrscheinlich inzwischen Hunderttausende von Flüchtlingen innerhalb des Landes und über die Grenzen in die Türkei und in den Libanon – dazu eine gewaltige Kapitalflucht, an der sich wahrscheinlich auch reich gewordene Günstlinge des Clans um Staatschef Baschar al-Assad beteiligen: Eigentlich kann keine Volkswirtschaft eine solche Entwicklung überleben. Dazu kommen noch die Sanktionen des Auslands:
Seit September 2011 importieren die EU-Staaten kein syrisches Erdöl mehr. Ein Embargo, das im Gegensatz zu dem Anfang Januar beschlossenen Boykott gegen iranisches Erdöl von der europäischen Öffentlichkeit kaum diskutiert wurde, aus einfachem Grund: EU-Europa importierte zuvor nur 1,5 Prozent seines Rohöls aus Syrien. Andererseits aber waren 92 Prozent des syrischen Exports nach Europa Erdöl und Erdölprodukte.
Syriens Wirtschaft bleibt stabil
Die Sache hatte einen Schönheitsfehler: Syrien spielt als Erdölland allenfalls in der dritten Liga. Mit einer Tagesproduktion von ungefähr 400.000 Barrel lag das Land im noch ruhigen Jahr 2010 auf Platz 34 der Weltrangliste der Ölproduzenten. 80 Prozent des Exports hatte nichts mit Öl zu tun, sondern bestand aus Textilien, einfachen Maschinen, Agrarprodukten: Wichtigste Kunden waren – und sind – die Nachbarländer Irak und Libanon. Deren Beteiligung an effizienten Boykottmaßnahmen ist fast unvorstellbar: Der Libanon ist nach wie vor so etwas wie ein syrischer Satellitenstaat, und die syrisch-iranische Grenze im Wüstenland wird von keiner staatlichen Autorität effizient kontrolliert. Auf seinen spärlichen Produkten bleibt Assads Syrien also nicht sitzen, und darum ist auch die Währung ungeachtet des Volksaufstands überraschend stabil geblieben: Ein US-Dollar kostete vor einem Jahr fast 48 syrische Pfund, heute steht der Wechselkurs bei ungefähr 59 Pfund – angesichts der politischen Entwicklungen eine kaum nennenswerte Verschlechterung.













