Handelsabkommen mit EU: Trump signalisiert Gesprächsbereitschaft

Handelsabkommen mit EU: Trump signalisiert Gesprächsbereitschaft

, aktualisiert 22. April 2017, 17:17 Uhr
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Mehrmals fragte er die Bundeskanzlerin nach den Chancen für ein Abkommen nur mit Deutschland.

Quelle:Handelsblatt Online

Laut einem Zeitungsbericht öffnet sich die US-Regierung einem Handelsabkommen mit der EU – ein wenig. Eine entscheidende Rolle spielt dabei Angela Merkel. Für die britische Premierministerin könnte das zum Problem werden.

LondonIn der US-Regierung wächst einem britischen Zeitungsbericht zufolge die Bereitschaft für ein Handelsabkommen mit der EU. Es wachse die Einsicht, dass es mehr im Interesse der USA liege, ein Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union als mit Großbritannien zu schließen, berichtete die „Times“ am Samstag unter Berufung auf dem US-Präsidialamt nahestehende Kreise. Bundeskanzlerin Angela Merkel habe Trump davon überzeugt, dass ein Abkommen mit der EU leichter zu erreichen sei, als dieser bislang angenommen habe.

Trump habe Merkel zehn Mal gefragt, ob die USA ein bilaterales Handelsabkommen mit Deutschland schließen könnten, zitierte die Zeitung einen nicht näher genannten ranghohen deutschen Politiker. Jedes Mal habe Merkel geantwortet, ein solches Handelsabkommen könne nur mit der EU vereinbart werden. „Bei der elften Ablehnung hat Trump schließlich kapiert: Oh, dann machen wir eben mit Europa einen Vertrag“, wird der Politiker zitiert. Ein rasches Abkommen der USA mit der EU könnte ein Problem für die britische Premierministerin Theresa May werden. Erst nach dem für 2019 erwarteten Austritt ihres Landes aus der EU könnte sie ein eigenes Handelsabkommen mit den USA schließen.

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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sagte bei einem Treffen der Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländern in Washington, er sehe Anzeichen für eine Entspannung im Streit mit der neuen US-Regierung über Abschottung und Freihandel. In der Tendenz hätten sich die Fronten gegenüber dem letzten Treffen der G20-Gruppe gelockert, sagte Schäuble am Freitag in Washington. Er glaube daher, dass man das Problem beim G20-Gipfel im Juli in Hamburg „einer unkonfrontativen Lösung“ zuführen könne.

Quelle:  Handelsblatt Online
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