Harriet Tubman: Erstmals schwarze Frau auf 20-Dollar-Note

Harriet Tubman: Erstmals schwarze Frau auf 20-Dollar-Note

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Die Sklavin und Fluchthelferin Harriet Tubman auf einer Fotografie, aufgenommen zwischen 1860 and 1870.

In den USA wird nach langer Zeit wieder eine Frau eine Banknote zieren. Mit der Sklavin und Fluchthelferin Harriet Tubman ist es erstmals eine Schwarze. Der Entscheidung war eine lange Diskussion vorausgegangen.

Zum ersten Mal in der Geschichte der USA soll das Porträt einer schwarzen Frau einen Geldschein zieren. Auf der 20-Dollar-Note wird künftig das Gesicht der Sklavin und Fluchthelferin Harriet Tubman zu sehen sein, wie das Finanzministerium in Washington am Mittwoch mitteilte.

„Das Leben von Harriet Tubman ist eine der großen amerikanischen Geschichten“, sagte Finanzminister Jacob J. Lew. „Es ist eine Geschichte, die amerikanische Werte spiegelt, amerikanische Demokratie, aber auch die Macht eines Einzelnen, etwas in unserer Demokratie zu verändern.“

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Tubman wurde auf einer Plantage in Maryland geboren und verhalf ab 1850 als Untergrundkämpferin unzähligen anderen Sklaven zur Freiheit. Später engagierte sie sich in der Frauenbewegung. Sie starb am 10. März 1913.

US-Dollar Amerikaner bekommen Frau auf den Geldschein

Während wir in Europa in erster Linie Gebäude, aber zumindest im Hologramm ein Frauenporträt auf dem Geldschein zeigen, sind die Noten in den USA bislang ausschließlich Männersache. Doch das soll sich nun bald ändern.

huGO-BildID: 45584943 Detail of 'Dollar Signs' by Arman at Sotheby's auction house in London June 8, 2015. The piece has a pre-auction estimate value of ?16 000 - 22 000 (US$ 24 600 - 33 800) and forms part of a private collection of twenty one works inspired by the US dollar which will be auctioned in London on July 1 and 2. REUTERS/Toby Melville Quelle: REUTERS



Derzeit ist auf der Note das Antlitz des siebten Präsident der USA, Andrew Jackson, abgebildet. Jackson (1829 bis 1837) gilt als Unterdrücker der nordamerikanischen Ureinwohner. Sein Porträt soll auf die Rückseite des Geldscheines weichen.

"Lange genug gewartet"

Der Entscheidung war eine monatelange Debatte vorangegangen. Initiativen wie die Grassroots-Kampagne „Women on $20s“, die mit dem Männerclub auf Amerikas Geldscheinen brechen wollten, fordern schon länger, dass endlich eine Frau auf einem Dollar-Schein abgebildet wird.

Neue 5-Euro-Münze Der Heiermann aus Plastik

Die erste 5-Euro-Münze ist auch die erste, die Plastik-Teile enthält. Sie wird ab dem 14. April auf den Markt kommen. Vor allem Sammler dürfen sich darauf freuen.

Eine neue Fünf-Euro-Münze "Planet Erde" ist die erste Münze mit einem lichtdurchlässigen Kunststoffring. Die Entwicklung der Münze hat acht Jahre gedauert. Quelle: Hans-Jürgen Fuchs/Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen

Die demokratische Senatorin aus New Hampshire, Jeanne Shaheen, initiierte einen Gesetzentwurf und schlug unter anderem Tubman vor. Sie sprach am Mittwoch von einem Sieg. „Frauen haben lange genug gewartet“, schrieb sie im Kurznachrichtendienst Twitter.

Die einzigen beiden Frauen, die bisher auf Banknoten verewigt wurden, waren Martha Washington, die Ehefrau des ersten US-Präsidenten, und die Indianerin Pocahontas.

Ursprünglich hatte das Finanzministerium vorgehabt, die 10-Dollar-Note neu zu gestalten. Doch diese soll weiterhin den amerikanischen Gründervater und ersten US-Finanzsekretär Alexander Hamilton zeigen. Seine Geschichte wird derzeit als Hip-Hop-Musical am New Yorker Broadway gezeigt - und das ziemlich erfolgreich. Allerdings kommen auf die Rückseite des Scheins gleich fünf Frauen: Lucretia Mott, Sojourner Truth, Susan B. Anthony, Elizabeth Cady Stanton und Alice Paul.

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